Stradivari in der Kehle
Ein Komet am Opernhimmel – und eine Laufbahn, die zu den kürzesten in der Chronik des Musiktheaters zählt. Diese Laufbahn begann sensationell mit dem allseits umjubelten Debüt als Aida der 20-jährigen Elevin am Studio des römischen Opernhauses. Das war im September 1951. Ziemlich exakt neun Jahre später bestritt dann die weltweit gefeierte Diva ihren letzten Auftritt: im Oktober 1960 in Holland in der Rolle der Abigaille in «Nabucco».
In diesem knappen Jahrzehnt hatte allerdings die in Montecosaro bei Macerata geborene, in Umbrien aufgewachsene und heute in Rom lebende Anita Cerquetti alles erreicht, alles gezeigt, unverwechselbare sängerische und musikdramatisch-gestalterische Akzente gesetzt. Die renommierten Opernhäuser in Europa und Amerika eroberte Cerquetti im Sturm und versetzte dabei Publikum und Fachwelt in Begeisterung. Sie galt damals als eine der international führenden Vertreterinnen des schweren italienischen Sopranfachs neben Maria Callas, Renata Tebaldi, Antonietta Stella und Leyla Gencer, mit denen sie in einem Atemzug genannt wurde.
Umso überraschender kam dann ihr plötzlicher Rückzug von der Bühne im Alter von nur 29 Jahren, über dessen Ursachen viel ...
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Nein, ich habe nie Wünsche in der Oper. Ich lasse mich gern verführen von Dirigenten oder Intendanten, die glauben, dass ich das eine oder andere Stück mit ihnen machen soll. Ich hatte große Vorbehalte...
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