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Der Steirische Herbst eröffnet mit «Specter of the Gardenia» von Josef Winkler und Johannes Maria Staud

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«Back to the Future» will das diesjährige Festival Steirischer Herbst; man orientiert sich an Robert Zemeckis Filmtrilogie und stellt fest, was jedem Wesen mit einigem Hausverstand ohnehin klar sein müsste: dass eine Zukunft ohne profunde Analyse von Vergangenheit und Gegenwart scheitern wird. Wie sich freilich «Specter of the Gardenia oder Der Tag wird kommen» des Schriftstellers Josef Winkler und des Komponisten Johannes Maria Staud, zur Eröffnung in Graz (List-Halle) uraufgeführt, auf diese Vorgabe einlässt, liegt nicht auf der Hand.

Zugang könnte der legendäre schwarze Frauenkopf des Surrealisten Marcel Jean (1900-1993) bieten, den das New Yorker MoMA beherbergt und auf den sich der Titel bezieht. Denn die Reißverschlüsse über den Augen dieser Skulptur wären angesichts der Scheuklappen, mit denen mancher durch Flüchtlingsströme eilt, die sich auf österreichischen Bahnhöfen stauen, vielleicht ein Hinweis auf die angesprochene Problematik.

Doch so plakativ ist das Ganze nicht. Das Öffnen der Zipper provoziert vielmehr private Rückblenden Winklers bis in dessen prekäre Kindheit hinein. Auf dem Titelblatt des Programmhefts senden die verschlossenen Augen Lichtstrahlen aus wie ...

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Opernwelt November 2015
Rubrik: Magazin, Seite 83
von Gerhard Persché

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