So geht es auch!
Der Boom historischer Opernaufnahmen hat in den letzten Jahren zu einer Inflation auf dem Billigpreissektor geführt. Bedenkenlos und unbesehen (bzw. ungehört) wurde alles auf CD gepresst, was älter als fünfzig Jahre und mithin nicht mehr lizenzpflichtig war. Dabei kamen durchaus einige Fundstücke ans Licht, aber daneben auch viel Ramsch, oft aus dubiosen Quellen dritter Hand stammend, der unabhängig vom klanglichen Zustand 1 : 1 kopiert und mit mageren und fehlerhaften Booklets versehen auf den Markt geworfen wurde.
Dass es auch ganz anders geht, zeigt das kleine Label Relief der Schweizer Firma Sonimex, dessen bisherige Publikationen aus dem Überangebot durch gründliche Aufarbeitung und sorgfältige Präsentation hervorstechen. Wo es geht, werden in Zusammenarbeit mit den produzierenden Sendern die originalen Bänder verwendet und technisch überarbeitet. Besondere Liebe wird auch auf die Beihefte verwendet, die sachkundige Informationen zu den Werken, den Künstlern, den Entstehungsbedingungen und den vorgenommenen technischen Maßnahmen sowie Privat- und Szenenfotos der beteiligten Sänger enthalten. In dieser Hinsicht steht die Firma im deutschsprachigen Raum einzigartig da und ist nur ...
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Quizfrage: Was verbindet die Staatsoper in Hannover mit dem Braunschweiger Staatstheater – außer der Bundesbahn oder der A2? Antwort: Die beiden Häuser werden wohl als Pioniere eines neuartigen Online-Service in die Geschichte eingehen, der es ihren virtuellen wie realen Besuchern erstmals erlaubt, sich anhand kurzer Videofilme über aktuelle Produktionen zu...
Zurück vom Ring!», heißt es im «Ring». Doch die Mode, in beschaulichen Kleinstädten Riesenopern zu präsentieren, ist aus der Gegenwart kaum mehr wegzudenken. Seit Christine Mielitz 2001 ihren Meininger Vier-Tage-«Ring» für den ultimativen Presserummel nutzte, vermelden zahlreiche Stadttheater Heißhunger auf die Tetralogie. Nach Münster, Weimar, Karlsruhe,...
Das Problem ist auch in Europa wohlbekannt: Wird ein großes Opernhaus zum Sanierungsfall und vorübergehend dichtgemacht, müssen Ausweichstätten her, die eine Fortführung des Spielbetriebs erlauben. Nun hat dieses Schicksal auch eines der größten Häuser der Welt ereilt: das Teatro Colón in Buenos Aires. Zwar konnten lange überfällige Modernisierungen bei laufendem...
