Prinzip Hoffnung
Lange hatte man nichts gehört vom Meisterregisseur. Seit dem Weggang aus Hamburg war Peter Konwitschny abgetaucht, (fast) nur noch für Wiederaufnahmen seiner Inszenierungen durch die Lande gereist. Nun ist er wieder da. Mit Beginn der Spielzeit 2008/09 wird Konwitschny Chefregisseur an der Oper Leipzig. Sein Vertrag hat eine Laufzeit von sechs Jahren, und gleich zwei Premieren pro Saison soll er herausbringen. Wenn man so will, kehrt da jemand zurück zu den Wurzeln.
Konwitschny wurde in Leipzig geboren, hier war sein Vater Gewandhauschef, hier schaute er erstmals akribisch in Opernpartituren. Aber – und das scheint nicht eben unwichtig – er kommt nicht alleine. Konwitschny hat Bettina Bartz für eine Zusammenarbeit gewinnen können, mit der ihn eine lange intensive künstlerische Partnerschaft verbindet. Bartz wird Chefdramaturgin am Haus.
Man darf Alexander von Maravic zu diesem Coup gratulieren. Der interimistische Intendant, der, wohl mit gütiger Hilfe Riccardo Chaillys, Henri Maier aus dem Amt räumte, hat gesehen, dass es so wie bislang nicht weitergehen kann. Seit Jahren schlingert die Oper Leipzig von einer Eisscholle zur nächsten, und dies mit Grund: Eine programmatische ...
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