Primadonne stupende
Die Sopranistin Simone Kermes und die Mezzosopranistinnen Joyce DiDonato, Anna Bonitatibus und Vivica Genaux sind heute Stars der internationalen Opernwelt. Auf drei CDs widmen sie sich jetzt dem Belcanto – jener Kunst, bei der die Mienen der Musikliebhaber schon seit über 300 Jahren in Verzückung geraten. Um 1600 gemeinsam mit der Oper entstanden, dominierte der Belcanto vom Ende des 17. bis in die Mitte des 19. Jahrhunderts das Musiktheater und ging als subtilste Kunstform des Operngesangs in die Geschichte ein.
«The Rival Queens» lautet der Titel der CD, auf der sich Simone Kermes und Vivica Genaux den beiden Barock-Primadonnen Francesca Cuzzoni und Faustina Bordoni zuwenden. Letztere ist als Gemahlin des Komponisten Johann Adolph Hasse unsterblich geworden. An Erstere knüpft sich die Anekdote, Händel habe ihr androhen müssen, sie aus dem Fenster zu werfen, bevor sie bereit war, in der Oper «Ottone» die Arie «False immagine» so zu singen, wie er sie komponiert hatte. Da die Reise der modernen rival queens nicht nach London führt, fehlt «False immagine» auf dieser Zusammenstellung, doch ist reichlich Material vorhanden, anhand dessen der Kampf der verfeindeten Primadonnen ...
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Opernwelt September/Oktober 2014
Rubrik: Hören, Sehen, Lesen, Seite 38
von Detmar Huchting
Herr Nigl, Sie gehören zu den wenigen bekannten Sängern, die fast nur in Neuproduktionen auftreten. Warum?
Richtig, ich singe fast gar keine Repertoirevorstellungen. Das hat sich so entwickelt, weil mir die Zusammenarbeit mit einem Regisseur und einem Dirigenten einfach zu wichtig ist. Erfolge hatte ich vor allem mit Festival-Produktionen. Erst durch die Opern von...
Die Internationalen Gluck-Opern-Festspiele hat 2005 der damalige Nürnberger Intendant Wulf Konold ins Leben gerufen. Im Gluck-Jahr 2014 fanden sie zum fünften Mal statt, jetzt unter der neuen Trägerschaft einer Festspiel GmbH. Der Opernreformer selbst war im Programm mit einer konzertanten Aufführung von «Iphigenie in Aulis» in der Bearbeitung Richard Wagners sowie...
Auf dem Cover ein Mädchen, das sich in einen Umhang schmiegt. Silberne Pixel, in weißen Grund geprägt. Sonst nichts. Nur auf dem Rücken dezente Schrift. Die Ränder der Seiten sind in einem aufwändigen Wellenmuster geschnitten. Drinnen, in saftigen Farben, ein Portfolio des Mode- und Werbefotografen Pierre Debusschere. Ein Bildband? Ein Ausstellungskatalog?...
