Opera Americana

Vier Neuerscheinungen dokumentieren die jüngsten Taten von John Adams und Philip Glass

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Als Team haben sie längst Operngeschichte geschrieben: Ähnlich wie beim Gespann Strauss/Hofmannsthal scheint auch zwischen Peter Sellars und John Adams jene Alchemie zu existieren, die die Grenzen zwischen Libretto und Komposition aufhebt und jedes Werk zum Produkt eines gemeinsamen schöpferischen Prozesses macht. Weder wären Sellars’ Texte ohne die Vorstellung von Adams’ Musiksprache denkbar, noch hätte sich diese vermutlich ohne den weltanschaulichen Nährboden ihrer Libretti so entwickeln können.

Und ähnlich wie bei Strauss/ Hofmannsthal beruht auch die Symbiose Adams/Sellars nicht bloß auf  Sympathie, sondern auf gemeinsamen Grundüberzeugungen über den Sinn von Musiktheater, so verschieden die konkreten Ausprägungen auch sein mögen. Die beiden jüngsten Produkte aus der Werkstatt des US-amerikanischen Opernteams zeigen das besonders deutlich, gerade weil sie auf den ersten Blick kaum etwas miteinander zu tun zu haben scheinen.

Der erzählerische Realismus des 2005 uraufgeführten «Doctor Atomic» verhält sich zum ein Jahr jüngeren Märchenstück «A Flowering Tree» wie der «Rosenkavalier» zur «Frau ohne Schatten», und doch liegt beiden Werken letztlich der gleiche moralische Impuls zu ...

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Opernwelt Februar 2009
Rubrik: Medien/CDs, Seite 20
von Jörg Königsdorf

Vergriffen
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