Oper für alle

Altes und Neues: Mitschnitte aus der New Yorker Met – im High-Definition Format

Opernwelt - Logo

Erinnern wir uns. Vor Jahren war es, da kre­ierte ein japanischer Autokonzern einen Werbe-Slogan, der, kaum war er in der Welt, allerorten reichlich zitiert wurde, weil er sich im Grunde auf fast jeden Lebensbereich anwenden ließ: Nichts ist unmöglich. Die Moderne nach der Postmoderne hat diese «Erkenntnis» längst verinnerlicht – allerdings mehr in technischer als in ästhetischer Hinsicht, wie es scheint. Und auch die Sphäre der Oper ist von dieser Beschleunigung der Vorgänge, die zusammengeht mit der Verbreitung von Ereignissen, nicht unangetastet geblieben.

Vorreiter der Entwicklung ist nicht erst seit gestern die New Yorker Metropo­litan Opera, die sich unter General Manager Peter Gelb intensiv darum bemüht, ihre Produktionen global zugänglich zu machen.
Und so erstaunt es wenig, dass auch die neueste Meldung aus Manhattan kommt: Seit Ende Oktober offeriert die Met einen neuen Subskriptionsservice, der ein weltweites Publikum erreichen soll. Einhundertzwanzig historische Aufnahmen sowie fünf­zig Opernproduktionen des Musentempels sind – für einen monatlichen Obolus von fünf­zehn Dollar – als Videoaufnahmen verfügbar, sämtlich im sogenannten HD-Format. HD, hierzulande ...

Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo

Sie sind bereits Abonnent von Opernwelt? Loggen Sie sich hier ein
  • Alle Opernwelt-Artikel online lesen
  • Zugang zur Opernwelt-App und zum ePaper
  • Lesegenuss auf allen Endgeräten
  • Zugang zum Onlinearchiv von Opernwelt

Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen

Digital-Abo testen

Opernwelt November 2008
Rubrik: Medien/DVDs, Seite 30
von Jürgen Otten

Vergriffen
Weitere Beiträge
Unaufwändig intensiv

John Dews mutiger Versuch, Gustave Charpentiers einst ungeheuer erfolgreiche «Louise» von 1900 zusammen mit ihrer (dramaturgisch und harmonisch) ungleich moderneren Fortsetzung «Julien» (1913) am Dortmunder Theater neu zu entdecken, blieb vor acht Jahren ein Einzelfall – die Vorlieben unserer Ahnen sind eben nur bedingt zu revitalisieren. Im Fall der «Louise» ist...

Bellini total

Bellinis komplettes Opernschaffen in einer kleinen handlichen Kassette zu veröffentlichen, verbunden mit einer CD-ROM, die alle Libretti in italienischer Sprache enthält, sowie mit einem fachkundigen Booklet-Aufsatz des Bellini-Spezialisten Friedrich Lippmann – das ist eine glänzende Idee. Denn anders als seine Kollegen Rossini und Donizetti, die er als Rivalen...

Schöne Fremde

Bereits zu ihrer Entstehungszeit wurde Vincenzo Bellinis vierte Oper «La straniera» kontrovers aufgenommen: Während das Drama um eine untergetauchte Franzosenkönigin («Die Fremde») den Geschmack des Publikums traf, das nach bizarren mittelalterlichen Schauergeschichten dürstete, bemängelten die Kritiker die Kurzatmigkeit der melodischen Empfindung. Letzteres lag...