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Oper im Fernsehen sei keine Oper mehr, fand Theodor W. Adorno. Seit seinem Verdikt ist allerdings viel passiert. Man könnte sogar sagen, dass der Fortschritt der Hightech-Industrie ein neues Sensorium für die alten Formen aristokratischer Unterhaltung geschaffen hat. Die folgende Tour d’Horizon schlägt einen Bogen von den Anfängen des Musikfilms bis zu aktuellen Formen des Home Entertainments und wegweisenden Projekten in New York, London und Sydney.

Opernhäuser, so viel steht fest, sind längst Medienbetriebe geworden, die ihr Kerngeschäft, die Bühnenproduktion, zur Wert­schöpfung auf allen Kanälen nutzen (müssen). An Covent Garden macht die Rundumvermarktung der Aufführungen durch eine Subgesellschaft bereits ein Fünftel des Budgets aus. Tendenz steigend.

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Opernwelt Jahrbuch 2011
Rubrik: , Seite 76
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