«Ohne Intuition geht gar nichts»
Frau Petersen, auf Ihrer neuen CD interpretieren Sie Liebeslieder von Robert Schumann – gemeinsam mit Anke Vondung, Werner Güra und Konrad Jarnot sowie den Pianisten Christoph Berner und Camillo Radicke. In dem Zyklus «Spanisches Liederspiel» op. 74 findet sich eine der wenigen Solo-Nummern: «Melancholie». Sie singen das, als ob Sie das Verzweifeln an der «Qual der Liebe» nur zu gut kennen...
Das liegt an Schumann. Er hat dieses Lebensgefühl musikalisch so überzeugend ausgedrückt, dass ich das nachvollziehen kann.
Auch wenn die Melancholie meinem Naturell eigentlich überhaupt nicht entspricht.
Haben Sie deshalb bislang einen Bogen um das romantische Liedrepertoire geschlagen?
Nein. Es war einfach so, dass bei mir der Schwerpunkt auf der Oper lag. Erst in letzter Zeit ist das Lied für mich wichtiger geworden. Das Lied bedeutet für mich eine Rückbesinnung auf die Essenz des Singens. Man ist ganz auf die Stimme zurückgeworfen, völlig auf sich gestellt. Es gibt keine Bühne und kein Orches-
ter. Alles hängt davon ab, wie man den Text und die Musik behandelt. Das finde ich großartig.
Mit dem erwähnten Schumann- und einem vorausgegangenen Brahms-Programm setzen Sie sich für eine kaum ...
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Herr Meyer, in einem Interview sagten Sie, das Budget der Staatsoper sei «nicht in Ordnung» – die Wiener Staatsoper erhalte zur Zeit nicht einmal die Hälfte der Subvention der Pariser Oper. Glauben Sie, das ändern zu können?
Was ich gemeint habe, ist, dass die Staatsoper seit Jahren keine Erhöhung bekommen hat. Auch wenn die Inflation in den letzten 20 Jahren ...
Am Telefon: Placido Domingo
Herr Domingo, kommt ein Belkantotenor reinsten Wassers aus Italien?
Nein, ich bin Spanier, in Madrid geboren.
Wann und wie begannen Sie zu musizieren?
Als ich neun Jahr e alt war, befreundete ich mich mit dem Klavier. Ich wollte Dirigent werden. Auch sang ich nebenher – natürlicherweise, denn sowohl mein Vater als auch meine Mutter...
Weder durch unerhörte Kehlfertigkeit, noch durch jene kleine Koketterie des Vortrags, durch die viele Sängerinnen sich den Beifall bald zu erlächeln, bald zu erweinen wissen, sucht sie sich Triumphe zu bereiten, aber sie entzückt durch die natürliche Anmuth ihrer metall- und umfangreichen Stimme und ihres Vortrages, die Wärme und Wahrheit des Gefühls, die schon im...
