Nasse Füße
Acqua alta. Seit Commissario Brunetti weiß selbst jemand, der noch nie in Venedig war, was das bedeutet: Hochwasser in der Serenissima. Nasse Füße holten sich auch die Akteure in dieser Produktion von César Francks «Stradella» der Oper zu Liège, denn Regisseur Jaco van Dormael lässt sie ständig waten, was manchmal für schöne poetische Bilder sorgt, aber zugleich allzu gewollt – und manchmal ungewollt komisch – wirkt.
Wenn man weiß, welche Mühe es etwa bedeutete, den Tänzern in Pina Bauschs «Arien» das Planschen auf der Bühne des Wuppertaler Opernhauses zu ermöglichen (dank geklebter Folien, die aber immer wieder undicht wurden), erstaunt es, welche Mengen von Wasser die Technik des Theaters zu Liège hier bewältigte. Angeblich waren es 45 000 Liter. Offenbar wollte man zeigen, was im nach der Generalsanierung wiedereröffneten Haus technisch alles möglich ist.
Aus diesem Anlass grub man ja auch diese unvollendete Jugendoper des Genius Loci und pater seraphicus César Franck aus, der sie vermutlich 1841/42 komponierte. Das Thema muss damals in der Luft gelegen haben (ein Vaudeville gleichen Namens von Pittaud de Forges und P. Dupont war in Paris erfolgreich), denn Flotows Version ...
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Opernwelt Mai 2014
Rubrik: Hören, Sehen, Lesen, Seite 26
von Gerhard Persché
Geigen sirren, Holzbläser flattern in höchster Lage. Tuba und Posaunen rumoren tief unten im Unbewussten. Die Trompete bläst Attacke. Die Trommel marschiert. Der Männerchor skandiert tonlos «Reiten, Reiten, Reiten, Reiten». Den gefühlten Hauptpart in Ornute Narbutaites Rilke-Oper «Kornetas» aber spielt das impressionistisch farbige Schlagwerk. Das Vibrafon, mit dem...
Jubilare
Er gehört zu den wenigen französischen Opernsängern, die 18 Jahre in Folge an der New Yorker Met gastierten. Der Bariton Gabriel Bacquier erhielt seine musikalische Ausbildung zwischen 1945 und 1950 am Pariser Konservatorium und war von 1953 bis 1956 Ensemblemitglied am Brüsseler Opernhaus La Monnaie, wo er französisches und italienisches Repertoire sang....
ML = Musikalische Leitung
I = Inszenierung
B = Bühnenbild
K = Kostüme
C = Chor
S = Solisten
P = Premiere
AP = A-Premiere
BP = B-Premiere
UA = Uraufführung
WA = Wiederaufnahme
Deutschland
Aachen
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– Don Carlo: 2., 14., 18.
– Alcina: 9., 11., 24., 31.
– Leoncavallo, Requiem (Abdullah): 10.
– Der Barbier von...
