Musik in zwei Sprachen

Zum Tod des großen Schweizer Dirigenten Armin Jordan

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Es war in den Sechzigern des vergangenen Jahrhunderts, als man den Eindruck bekommen musste, Armin Jordan habe sich als eine Art Schweizer Alldirigent etabliert. Anfänge in Biel-Solothurn, ein halbes Jahrzehnt am Zürcher Opernhaus, ein paar St. Gallener Spielzeiten – all das zum Teil auch gleichzeitig –, und dann, 1971, Basel, Opernchef für achtzehn fruchtbare und erinnerungswürdige Jahre.

Schon zwei Jahre später rief das Orchestre de Chambre de Lausanne, das renommierteste Kammerorchester, 1985 schließlich das Orchestre de la Suisse Romande, das wichtigste Sinfonieorchester seines Landes. Jetzt, zum Auftakt der Intendanz Georges Delnons, hätte es erstmals wieder das Basler Opernpult sein sollen. Doch die Heimkehr endete tragisch. Die Premiere von Prokofjews «Liebe zu den drei Orangen» (siehe auch S. 42) musste schon nach wenigen Minuten unterbrochen werden. Jordan hatte einen Kreislaufkollaps erlitten. Vier Tage danach starb er. Er war 74.
Nimmt man noch Paris hinzu, wo er namentlich mit dem Ensemble Orches­tral zu arbeiten pflegte, so schälte sich bald stärker heraus, was bereits in seinem zweisprachigen Luzerner Elternhaus von vornherein angelegt war: die ständige ...

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Opernwelt November 2006
Rubrik: Magazin, Seite 33
von Heinz W. Koch

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