Loslassen lernen
Sie dirigieren 2016, nach «Lohengrin», Ihre zweite Festspiel-Premiere in Bayreuth: «Parsifal». Mit dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks haben Sie gerade den dritten Akt konzertant aufgeführt. Ein Testlauf?
In solchen Kategorien denke ich eigentlich nicht. Wir haben nach einer Möglichkeit für konzertante Oper gesucht und sind irgendwann auf «Parsifal» gekommen, wobei eine komplette Aufführung zu lang und zu aufwändig geworden wäre. Ich liebe Wagner. Und gerade dieses Stück ist genial, egal, wo man es spielt.
Natürlich habe ich auch Bayreuth im Hinterkopf. Aber einfach, weil es ein Traum für fast jeden Dirigenten ist, dort im Graben zu stehen.
Christian Thielemann sagte einmal, den «Parsifal» hebe er sich in Bayreuth für später auf, das solle das letzte Stück sein, das er dort dirigiere. Er hat seinen Vorsatz bekanntlich gebrochen. Ist es ein Klischee, dass man für dieses Werk oder auch etwa für Bruckners Symphonien ein bestimmtes Alter, eine gewisse Reife haben muss?
Die Frage stellt sich nicht nur mir ständig: Wann ist der richtige Zeitpunkt gekommen, ein bestimmtes Stück oder einen bestimmten Komponisten zu dirigieren? Das betrifft übrigens auch Brahms- und ...
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Opernwelt Mai 2014
Rubrik: Interview, Seite 36
von Markus Thiel
Die minimalistischen Schleifen des ersten Tableaus haben sich eingebrannt. Eine Mollterz hinab, dann hinauf, bis zur Quarte, eine kleine Terz zurück. Stufe um Stufe, wieder und wieder. Auf der Bühne gibt es keine Darsteller, nur Landschaft, entworfen von dem isländischen Künstler Kjartan Kjartansson. Bewusst altmodisch. Ungeniert romantisch. Ein pictorial music...
arte
1.5. – 5.10 Uhr
Bach: Kantaten.
Münchner Barockorchester L’arpa festante, Ralf Otto.
Solisten: Dorothee Mields, Gerhild Romberger, Georg Poplutz, Klaus Mertens.
2./6./12.5. – 5.00 Uhr
Mozart: Die letzten zwei Symphonien.
Luzern 2013. Berliner Philharmoniker, Simon Rattle. Symphonie Nr. 40 g-moll und 41 D-Dur.
4.5. – 17.05 Uhr (4)
4.5. – 17.30 Uhr (5)
4.5. – 18.00 Uhr...
Die Uraufführung der Volksoper «Die vier Grobiane» 1906 in München katapultierte den Deutsch-Italiener Ermanno Wolf-Ferrari (1876-1948) in die Herzen des wilhelminischen Opernpublikums; in der Gunst der Kritiker rangierte sie gleichauf mit Werken von Richard Strauss. Drei Jahrzehnte später bescherte die (unerwiderte) Verehrung seitens der Herren Goebbels,...
