Lachen, Sorgen, Zagen
Verantwortungslose Heiterkeit, die in diesem Wirrsal ein Bild unserer realen Verkehrtheiten ahnen lässt», ist nach Karl Kraus’ treffender Formulierung Sinn und Zweck der Operette. Von dieser lösenden Wirkung erfüllt ist auch der märchenhafte Schluss von Gioacchino Rossinis Oper «La gazza ladra», wenn nach dreieinhalb Stunden das Justizdrama um das unschuldig zum Tode verurteilte Dienstmädchen Ninetta glücklich endet. Denn nicht sie, wie sich in letzter Sekunde herausstellt, hat den silbernen Löffel ihrer Herrschaft gestohlen, sondern die sprichwörtliche «diebische Elster».
Rossinis Semiseria, die das Buffoneske empfindsam vertieft und den Ernst im Rausch der Crescendo-Walze bis zur Frenesie überdreht, ist ein musikalisches Meisterwerk, von dem man zwar die populäre Ouvertüre kennt, das aber hierzulande kaum je auf die Bühne kommt. Frankfurt hat es, wie so oft schon in ähnlichen Fällen, gewagt und auf der ganzen Linie gewonnen!
Regisseur David Alden und sein Bühnenbildner Charles Edwards haben der Tragikomödie einen strengen Rahmen verpasst – ein Bühnenhalbrund mit zahlreichen Türen –, der im zeitlos ländlichen Ambiente des beginnenden 20. Jahrhunderts die sozialen Spannungen von ...
Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo
Sie sind bereits Abonnent von Opernwelt? Loggen Sie sich hier ein
- Alle Opernwelt-Artikel online lesen
- Zugang zur Opernwelt-App und zum ePaper
- Lesegenuss auf allen Endgeräten
- Zugang zum Onlinearchiv von Opernwelt
Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen
Opernwelt Mai 2014
Rubrik: Im Focus, Seite 12
von Uwe Schweikert
Boris Blacher (1903-1975) sorgte mit seiner «Abstrakten Oper Nr. 1» für den größten Opernskandal im Nachkriegsdeutschland (Mannheim 1953). Es war eine Diskussion, die um weit mehr kreiste als nur eine mehr oder weniger gelungene Novität des musikalischen Theaters. Es ging um das Verhältnis von Abstraktem und Gegenständlichkeit in der Kunst, ja um deren...
arte
1.5. – 5.10 Uhr
Bach: Kantaten.
Münchner Barockorchester L’arpa festante, Ralf Otto.
Solisten: Dorothee Mields, Gerhild Romberger, Georg Poplutz, Klaus Mertens.
2./6./12.5. – 5.00 Uhr
Mozart: Die letzten zwei Symphonien.
Luzern 2013. Berliner Philharmoniker, Simon Rattle. Symphonie Nr. 40 g-moll und 41 D-Dur.
4.5. – 17.05 Uhr (4)
4.5. – 17.30 Uhr (5)
4.5. – 18.00 Uhr...
ML = Musikalische Leitung
I = Inszenierung
B = Bühnenbild
K = Kostüme
C = Chor
S = Solisten
P = Premiere
AP = A-Premiere
BP = B-Premiere
UA = Uraufführung
WA = Wiederaufnahme
Deutschland
Aachen
Tel. 0241/478 42 44+0180/500 34 64
Fax 0241/478 42 01
www.theater-aachen.de
– Don Carlo: 2., 14., 18.
– Alcina: 9., 11., 24., 31.
– Leoncavallo, Requiem (Abdullah): 10.
– Der Barbier von...
