Kletterpartie
Mode: sportlich elegant – Schmuck: Ehering – Schuhe: 18 Paar Sneakers, ein Paar High Heels (Konzertschuhe) – Lieblingsopern: Carmen, Parsifal, Macbeth – Eine Oper, die sie nicht mag: ‹Così fan tutte›.
» Ist also Mozarts böses Liebestausch-Experiment doch eher was für Männer, die gern die Frauen am eigenen, moralisch fragwürdigen Angelhaken zappeln sehen? Elena Tzavara, die diesen Fragebogen ausgefüllt hat, lernte im vergangenen Jahrzehnt zumal die Männer des Opernbetriebs kennen: Peter Konwitschny und Andreas Prohaska, ihre Lehrer im Studiengang Musiktheaterregie an der Berliner Hanns-Eisler-Musikhochschule, den «skurrilen» Peter Stein, dem sie in Salzburg bei «Parsifal» assistierte, Jürgen Flimm, Bernd Eichinger, Stefan Herheim oder Martin Kusej, von dem sie viel über Stückideen und die «leichte Hand» mit den Darstellern lernte.
Elena Tzavara, die Tochter einer Griechin und eines Hamburger Architekten, hatte die harten und aufregenden Lehrjahre einer Nachwuchs-Regisseurin gerade hinter sich, als sie der Kölner Opernintendant Uwe Eric Laufenberg 2009 zur Chefin von Deutschlands ältester Kinderoper machte. Das Projekt hatte damals schon eine
13-jährige Erfahrung mit Bearbeitungen ...
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Opernwelt Juli 2013
Rubrik: Magazin, Seite 77
von Michael Struck-Schloen
Thomas» ist bereits die zweite Oper, die die beiden Österreicher Georg Friedrich Haas und Händl Klaus nach «Bluthaus» 2011 (siehe OW 6/2011) als Auftragswerk für die Schwetzinger Festspiele geschrieben haben (Uraufführung: 24. Mai, besuchte Vorstellung: 28. Mai 2013). Ging es damals um das Drama eines sexuellen Missbrauchs, so handelt es sich diesmal um das Sterben...
Sind wir nicht alle ein bisschen Wagner? Nikolaus Barton erscheint, in strahlendes Weiß gekleidet, auf der Bühne der Flämischen Oper, und alle Begleiter wissen, um wen es sich bei ihm handelt. Warum sich vorstellen? Wagner, na klar. Sich mit elegant gewandeten Komponisten identifizierend, fallen alle einander in die Arme. Um erschrocken zu erstarren, kaum dass der...
Wie war das noch mal in Philipp Himmelmanns Baden-Badener «Così fan tutte»-Inszenierung? Da stand Despina in der ersten Szene unter einem blühenden Baum – und pflückte einen Apfel. Mitten im Frühling lockten Versuchung und Erkenntnis zugleich – und gerade dort verortete der Regisseur die letzte der drei Da-Ponte-Opern. Der kleine Zyklus sollte folgerichtig im...
