Jenseits von Verdi

In Martina Franca wiederentdeckt: Saverio Mercadantes «Pelagio» und Antonio Cagnonis «Re Lear»

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Das seit 1975 im apulischen Martina Franca stattfindende Festival della Valle d’Itria, einst gegründet zur Pflege der süditalienischen Musikkultur, hat sich mittlerweile zu einem Eldorado belcantosüchtiger Opernschatzgräber entwickelt. Werke von Traetta, Paisiello, Pacini, Mercadante, Giordano und anderen, vorher selbst den Kennern nicht einmal dem Namen nach bekannt, wurden hier gleichsam aus der Versenkung geholt und via CD (und zuletzt auch DVD) durch das Label Dynamic weltweit in Umlauf gebracht.

Natürlich war nicht jede Ausgrabung zugleich eine Entdeckung, aber unter dem Strich ist die Bilanz erfolg­reich.

Zu den Fundstücken würde ich «Pelagio» von Saverio Mercadante zählen. Die 1857 am Teatro San Carlo mit spektakulärem Erfolg uraufgeführte Oper geht auf ein historisches Ereignis zurück. Im 8. Jahrhundert hat Pelagio, der König von Asturien, die Araber in der Schlacht von Covadonga vernichtend geschlagen. In der Oper steht er noch auf der Verliererseite. Seine Tochter Bianca will den Frieden zwischen beiden Völkern besiegeln, indem sie dem feindlichen Führer die Hand reicht. Sie wird daraufhin vom Vater verflucht und am Ende von ihrem Geliebten getötet, der sie aufgrund einer ...

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Opernwelt Juli 2010
Rubrik: Medien/CD, Seite 30
von Ekkehard Pluta

Vergriffen
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