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Jubilare
Herbert von Karajan hat sie einmal als «die bedeutendste dramatische Mezzosopranistin dieser Zeit» bezeichnet: Agnes Baltsa. Auf der griechischen Insel Lefkas geboren, studierte sie in Athen und München. Ihr erstes Engagement führte Baltsa 1968 als Cherubino an die damals von Christoph von Dohnányi geleitete Frankfurter Oper. An der Wiener Staatsoper gab sie ihr Debüt 1970 als jüngster Octavian in der Geschichte des Hauses. Es folgten Engagements u. a.
an der Deutschen Oper Berlin, diversen Opernhäusern in Nordamerika (darunter die Met), an der Bayerischen Staatsoper und Covent Garden, ferner in Zürich, Paris und bei den Salzburger Festspielen. Zu Baltsas Repertoire zählen u. a. die großen Mozart-, Rossini- und Verdi-Partien, Donizettis Maria Stuarda – und Bizets Carmen, mit der sie bis heute identifiziert wird. 2003 kehrte Baltsa an die Oper Frankfurt zurück, wo sie in zwei Vorstellungen von «Cavalleria rusticana» gastierte, als Klytämnestra in Strauss' «Elektra» trat sie ab 2005 in Wien, Athen, München, Berlin und in Japan auf. Agnes Baltsa, die mit dem Bass Günter Missenhardt verheiratet ist, lebt in Bern und Athen. Am 19. November wird sie 70 Jahre alt. Wir ...
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Opernwelt November 2014
Rubrik: Service, Seite 60
von Marc Staudacher
Nur mal kurz in die Debatte geworfen, schon lösen gewisse Namen etwas aus. Blut, Schweiß, Sperma, Gewalt – das sind die Stichwörter des Pawlow’schen Denkreflexes, wenn der Name Calixto Bieito fällt. Ein solcher Name nützt auch in einem praktischen Sinn: Er gewährt (dauerhaften) Zutritt zum internationalen Regiezirkus. Jetzt mischt Bieito auch am Staatstheater...
Der Frankfurter Komponist Rolf Riehm, Jahrgang 1937, ein knorriger Außenseiter der Avantgarde, beschäftigte sich in kleineren Musiktheaterarbeiten unlängst gleich mehrfach mit blutigen antiken Schöpfungsmythen. Auch die lockend-mörderische Frauenriege der Odyssee brachte er schon zur klingenden Erscheinung: 1994 in seiner von Klaus Zehelein in Stuttgart...
Im November 1989 feierte Christfried Schmidt. Nein, nicht weil die Mauer fiel. Obwohl er nichts dagegen hatte; er begrüßte die sogenannte Wende durchaus. Kaum ein Komponist nämlich dürfte den schikanösen Doppelsinn des Vermerks «Wohnhaft in der DDR» schmerzhafter erfahren haben als er. Jahrelang wurde seine Musik daheim nicht gespielt; seine Aufnahme in den...
