In Schönheit zweifeln

Philippe Jaroussky setzt sich für Johann Christian Bach ein – auf CD und im Konzert

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Philippe Jaroussky hat’s geschafft: Als erster Countertenor ist der Franzose in den kleinen Kreis der Opernstars aufgestiegen, die mit ihren Recitals die großen Konzerthallen füllen können und deren Alben sich im Hunderttausender-Bereich verkaufen. Ein Erfolg, der umso bemerkenswerter ist, als Jaroussky bislang keine Kompromisse eingegangen ist: Statt «Ave Maria» mit Kinderchor präsentierte er seiner stetig wachsenden Fangemeinde erst französische Kunstlied-Raritäten des 19. Jahrhunderts und jetzt Arien des als Opernkomponisten bisher kaum beachteten Johann Christian Bach.


Auch bei seiner Deutschland-Tournee mit Concerto Köln macht die Musik des jüngsten Bach-Sohns den Löwenanteil des Programms aus; drei eingestreute Händel-Arien darf man als kleines Entgegenkommen an den Veranstalter DEAG sehen, der sonst eher mit Montserrat-Caballé-Abenden und David Garrett-Konzerten auf Softcore-Klassik setzt. Die Hallen in Hamburg, Berlin, München und Köln füllt Jaroussky auch so – freilich zeigt sich gegenüber der CD schon im Berliner Konzerthaus, welche Grenzen seinem hellen Mezzosopran gesetzt sind: Die tiefen Töne etwa in Ruggeros «Sta nell’Ircana» aus Händels «Alcina» haben nicht viel ...

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Interview Philippe Jaroussky


Opernwelt Januar 2010
Rubrik: Magazin, Seite 67
von Jörg Königsdorf

Vergriffen
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