Im Westen ein bisschen Neues
Wenn die Wirtschaft in Nöten steckt, muss auch ein Impresario Abstriche machen. An der San Francisco Opera bedeutet das: Bei den Besetzungen klotzt man, bei den Inszenierungen wird gespart. Von den neun Produktionen, die in dieser Spielzeit auf dem Programm stehen, sind acht bereits anderenorts herausgekommen, viele wurden schlicht eingekauft.
Bisweilen geht die Rechnung auf. Von dem neuen «Trovatore», der die Saison eröffnete, lässt sich das leider nicht sagen.
Um David McVicars in Anlehnung an Goya erarbeiteter Vision gerecht zu werden, muss die Beleuchtung ein malerisches Chiaroscuro heraufbeschwören – wie es letzthin an der Met zu bewundern, hier aber nicht einmal in Ansätzen zu sehen war. In der Personenführung begnügte sich der Regisseur der Wiederaufnahme, Walter Sutcliffe, damit, die ursprünglichen Arrangements annähernd nachzustellen.
Das Hauptinteresse galt ohnehin dem Dirigenten Nicola Luisotti, der mit diesem «Trovatore» seinen Einstand als Musikchef an der San Francisco Opera gab. Luisotti nahm sich außergewöhnliche Freiheiten bei der Wahl der Tempi, er hat ein impulsives Gefühl für die großen Linien der Musik – gute Voraussetzungen, um die nervöse Energie der Partitur ...
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Opernwelt Dezember 2009
Rubrik: Magazin, Seite 70
von Matthew Gurewitsch, Übersetzung: Albrecht Thiemann
Was den musikalischen Teil betrifft, war dies die beste, wichtigste und geschlossenste Verdi-Premiere, die Berlin seit Langem erlebte. Dazu gleich mehr. Was den szenischen Teil betrifft, war es die unwichtigste, überflüssigste und wahrscheinlich auch teuerste Verdi-Premiere, die Berlin seit Langem erlitt: eine Koproduktion mit der Scala, an der Daniel Barenboim...
ARTE
1.12. – 3.00 Uhr
Georges Prêtre dirigiert
die Wiener Symphoniker. Werke von Beethoven, Ravel und Debussy.
1.12. – 6.00 Uhr
Lang Lang spielt
Beethovens Klavierkonzert Nr. 1.
2.12. – 3.00 Uhr
Schönberg: Moses und Aron.
Ruhrtriennale 2009. Musikalische Leitung: Michael Boder, Inszenierung: Willy Decker. Solisten: Dale Duesing, Andreas Conrad, Ilse
Eerens, Finnur...
Frau Gens, glauben Sie wie ich, dass Frauen die Launen des Schicksals besser aushalten können, weil sie stärker sind als Männer?
Ich weiß nicht, ob sie stärker sind. Aber es ist richtig, dass die Zahl der Frauen, die tragische Dinge erleben, die verzweifelt sind, von ihren Ehemännern oder Geliebten verlassen werden oder sogar sterben, sehr groß ist. Und es ist...
