Im Sog des Perlenfischers

Wie sich durch den Aufstieg des Grand Théâtre in Luxemburg die Theaterlandschaft Saar-Lor-Lux verändert

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Wenn Intendant Frank Feitler Marktforschung betreiben will, dann geht er in der Pause einer Opernaufführung seines Luxemburger «Grand Théâtre» in die hauseigene Tiefgarage. Dort ballen sich Autos mit D-Kennzeichen. Auf «fast siebzig Prozent» schätzt der Theater-Manager den Anteil der Nicht-Luxemburger, die kommen, um einen Hauch der großen Opernwelt zu erhaschen.
Aus Brüssel, Amsterdam, Wien, Berlin, London oder Aix holt Perlenfischer Feitler die Produktionen.

Namen wie Christof Loy, Robert Carsen, Michael Grüber und Juliette Deschamps stehen auf den Visitenkarten der Regisseure. Mireille Delunsch brilliert in Peter Muss­bachs Scheibenwischer-«Traviata», José van Dam gibt den Gianni Schicchi, Josephine Barstow die «Jenufa»-Küsterin. Wenn Mozart gesungen wird, dann von Annette Dasch und Bruce Ford. Aber auch für Talentsucher lohnt sich ein Blick auf die Besetzungslisten – vor allem bei etlichen Produktionen, die, wie der Intendant anmerkt, «alles andere als Mainstream sind». Nebenan, in der nagel­neuen Philharmonie im Bankenviertel Kirchberg, schwingt derweil Adam Fischer den Taktstock zum konzertanten «Don Giovanni» mit dem Ensemble der Wiener Staatsoper, und drei Tage später ...

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Opernwelt Februar 2008
Rubrik: Im Focus, Seite 16
von Dieter Lintz

Vergriffen
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