Haus im Kopf
Nichts von Natur. Keine neblige Ahnung des Unheimlichen. Die Basler «Wozzeck»-Bühne von Silvia Merlo und Ulf Stengl ist ein klinisch weißes Gebäude, über Eck positioniert, das eine geschlossene Anstalt sein könnte. Stahltreppen, blinde Fenster, keine Tür, kein Ein und Aus, kein Entkommen. Die – hinzuzudenkenden – Räume: keine eindeutigen Hinweise, keine Auskunft, wer wo wohnt. Klar einzig: die Praxis des Experiment-besoffenen Arztes – erster Stock rechts, Wartezimmer auf dem Flur, Frauen im Unterzeug, eine Schwangere.
Ein modern anmutendes Gefängnis, viel Glas, von fern Bauhaus-verwandt. Elmar Goerden hat – nach seinem gelungenen «Figaro» am selben Ort – in diesem Ambiente Alban Bergs Büchner-Oper inszeniert.
Bisweilen legt sich, fahl, matt, das Video eines riesigen Antlitzes darüber: Wozzeck wohl, in dessen Kopf sich das Drama zusammenbraut – sein zweites Gesicht, sein galoppierender Wahn, der die zweite Wirtshausszene nur noch wie einen milchig-verschwommenen Film wahrnimmt, der mit Andres in der einzigen tiefgrünen Parzelle der ausweglosen Architektur keine Stecken schneidet, sondern den Kumpel beim Schrubben antrifft. Kein Teich auch am Ende. Stattdessen: eine Badewanne, in der ...
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Opernwelt November 2011
Rubrik: Panorama, Seite 44
von Heinz W. Koch
Viel Platz ist nicht im Graben des Hallenser Opernhauses. Und hier Wagner? Ja, denn dieser «Ring» ist eine Herzensangelegenheit von Karl-Heinz Steffens, Chefdirigent sowohl in Halle als auch in Ludwigshafen. Dass auch hier Großes entstehen kann, will Steffens zeigen. Und er löst sein Versprechen ein. Der Klang dieser «Walküre» ist von wundersamer Präsenz. Auf zwei...
Er wurde ein echter amerikanischer Held: Rick Rescorla, die Hauptfigur der neuen Oper von Christopher Theofanidis und der Librettistin Donna DiNovelli. Geboren und aufgewachsen im englischen Cornwall kämpfte er zunächst als Söldner in Rhodesien, bevor er sich bei der US-Armee als Freiwilliger meldete und im Vietnamkrieg durch Tapferkeit auszeichnete. Seine größte...
ARTE
2./8./14.11. – 6.00 Uhr
Valeriy Sokolov spielt Bartók.
Film von Bruno Monsaingeon. Mit dem Tonhalle-Orchester Zürich unter David Zinman.
4./10.11. – 6.00 Uhr
Pierre-Laurent Aimard
spielt Liszt. Klavier-Festival Ruhr 2011.
6.11. – 11.05 Uhr
16.11. – 6.05 Uhr
22./28.11. – 6.00 Uhr
Prokofjew – Das unvollendete Tagebuch.
Dokumentation von Yosif Feyginberg.
6.11. – 19.15 Uhr
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