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Opernwelt Februar 2009
Rubrik: Medien/Bücher, Seite 29
von Jürgen Otten

Vergriffen
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Hoffen und Zagen

Während sich in den letzten zwei Monaten des vergangenen Jahres das ganze Ausmaß der globalen Finanzkrise immer klarer abzeichnete, feierte die Metropolitan Opera in New York gerade ihr 125-jähriges Gründungsjubiläum – mit voller Kraft. Freilich dürfte es angesichts der düsteren wirtschaftlichen Realitäten schwierig werden, die hohen künstlerischen Standards zu...

Pure Neugier

Herr Spuck, was hat Sie bewogen, sich der Oper zuzuwenden? Ein äußerlicher Anlass? Innere Notwendigkeit?
Neugierde. Faszination eines Metiers, das ich schon immer mochte. Einer der Gründe, weswegen ich vor drei Jahren am Theater Heidelberg die Oper «Berenice» von Johannes Maria Staud inszeniert habe, war der Wunsch, intensiver an der Entwicklung der Bühnenfiguren zu...

Direkte Beziehung

Schutzlos ausgeliefert, fast nackt, dem Publikum indiskret nahe. Kein Kostüm, hinter dem man sich verstecken kann, kein Graben, der Distanz schafft, kein Orchester, das einen akustisch schützend umhüllt. Liedgesang, zumal im Saal, scheint keine Sache für Ängstliche. Manche Sänger freilich lieben gerade diese Nähe: «Was mich am Lied so fasziniert, ist die direkte...