Geborgen in Zerbrechlichkeit

Sandrine Piau kehrt zu Mozart zurück

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Vom Himmel in den Abgrund? Die französische Sopranistin Sandrine Piau zählt nicht zu den vermarktungshungrigen Vertreterinnen ihres Fachs. Sie produziert nicht permanent Alben, um in die Charts zu springen. Nach ihrer letzten Aufnahme mit französischen Opernraritäten des 18. Jahrhunderts, die dem «Triumph der Liebe» gewidmet waren, nimmt sie sich nun – thematisch ins Gegenteil verkehrt – «Verzweifelter Heldinnen» an.

Rund 13 Jahre nach ihrem ersten reinen Mozart-Album (damals mit dem Freiburger Barockorchester unter Gottfried von der Goltz) kehrt sie zu dem für sie nach eigener Aussage wichtigsten Komponisten zurück.

Ausgewählt hat sie Arien von Barbarina aus «Le nozze di Figaro» und Giunia aus «Lucio Silla», von Sandrina aus «La finta giardiniera» und Donna Anna aus «Don Giovanni», dazu Aspasia aus «Mitridate», Ilia aus «Idomeneo», Aminta aus «Il re pastore» und schließlich, noch einmal «Figaro», Susanna – kurz: Hier steht Bekanntes neben weniger Vertrautem. An ihrer Seite weiß Piau eine der ersten Adressen für solche Aufgaben, das Mozarteumorchester mit Ivor Bolton, der sich mit angemessener Zurückhaltung bestens auskennt. So gibt es keinen Moment auf dieser CD, in dem das ...

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Opernwelt Januar 2015
Rubrik: Hören, Sehen, Lesen, Seite 21
von Christoph Vratz

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