Für Stadt und Region
Ein unerwarteter Auszeichnungsregen: Nachdem die «Deutsche Bühne» das Gießener Stadttheater zum zweiten Mal der Führungsgruppe in der Kategorie «ungewöhnlich überzeugende Theaterarbeit abseits großer Zentren» zuschlug, konnte die Musiktheater-Sparte des Hauses rechtzeitig zum 100-Jahre-Jubiläum auch in der aktuellen Kritikerumfrage der «Opernwelt» punkten.
Lukas Noll, seit fünf Jahren als Ausstattungsleiter am Stadttheater engagiert, erhielt Nominierungen in der Kategorie «Bühne» und «Kostüme» für seine Ausstattung der «Strandräuber» von Ethel Smyth, eine Produktion, für die auch Gastregisseurin Kristina Wuss zwei Nennungen bekam. Außerdem wurde die selten gespielte Oper als «Wiederentdeckung» des Jahres genannt – ebenso wie Mercandantes «Il giuramento», das Stück, das die Gießener Jubiläumssaison eröffnete. Das Sahnehäubchen auf diese Reihe: ein Votum für Generalmusikdirektor Carlos Spierer für seine Interpretation von Richard Strauss’ «Salome».
So viel Aufmerksamkeit ist beileibe keine Selbstverständlichkeit – schließlich findet man das Gießener Dreispartenhaus in der Kategorie «Öffentliche Zuschüsse» mit rund 10,8 Millionen Euro (Bühnenvereins-Statistik 2005/2006) am unteren ...
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