Für Stadt und Region

Zum Theater und zur Oper fand Cathérine Miville als Quereinstei­gerin, nachdem sie jahrelang für Kabarett und Fernsehen gearbeitet hatte. Seit sie in Gießen die kleine Mehrspartenbühne übernahm, weht ein frischer Wind durch Stadt und Umland.

Opernwelt - Logo

Ein unerwarteter Auszeichnungsregen: Nachdem die «Deutsche Bühne» das Gießener Stadttheater zum zweiten Mal der Führungsgruppe in der Kategorie «ungewöhnlich überzeugende Theater­arbeit abseits großer Zentren» zuschlug, konnte die Musiktheater-Sparte des Hauses rechtzeitig zum 100-Jahre-Jubiläum auch in der aktuellen Kritikerumfrage der «Opernwelt» punkten.

Lukas Noll, seit fünf Jahren als Ausstattungsleiter am Stadttheater engagiert, erhielt Nominierungen in der Kategorie «Bühne» und «Kostüme» für seine Ausstattung der «Strandräuber» von Ethel Smyth, eine Produktion, für die auch Gastregisseurin Kristina Wuss zwei Nennungen bekam. Außerdem wurde die selten gespielte Oper als «Wiederentde­ckung» des Jahres genannt – ebenso wie Mercandantes «Il giuramento», das Stück, das die Gießener Jubiläumssaison eröffnete. Das Sahnehäubchen auf diese Reihe: ein Votum für General­musikdirektor Carlos Spierer für seine Interpreta­tion von Richard Strauss’ «Salome».
So viel Aufmerksamkeit ist beileibe keine Selbstverständlichkeit – schließlich findet man das Gießener Dreispartenhaus in der Kategorie «Öffentliche Zuschüsse» mit rund 10,8 Millionen Euro (Bühnenvereins-Statistik 2005/2006) am unteren ...

Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo

Sie sind bereits Abonnent von Opernwelt? Loggen Sie sich hier ein
  • Alle Opernwelt-Artikel online lesen
  • Zugang zur Opernwelt-App und zum ePaper
  • Lesegenuss auf allen Endgeräten
  • Zugang zum Onlinearchiv von Opernwelt

Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen

Digital-Abo testen

Opernwelt Januar 2008
Rubrik: Theaterporträt, Seite 66
von Claus Ambrosius

Vergriffen
Weitere Beiträge
Rampe ins Verderben

Verglichen mit Alberto Franchettis «Germania» und Vittorio Gnecchis «Cassandra» – Kirsten Harms‘ jüngsten Ausgrabungen an der Deutschen Oper Berlin – ist ­Eugen d’Alberts «Tiefland» geradezu ein Herzstück des Repertoires. Tatsächlich erwacht das 1903 uraufgeführte und 1905 zur gängigen Fassung überarbeitete Musikdrama nur sehr allmählich aus seinem...

Balance und Bodenhaftung

Herr Kaufmann, Sie haben jetzt ­einen Plattenvertrag bei einem großen Label. Jetzt geht es auf die Autobahn. Promotion, Konzerte. Wollen Sie das?
Wenn man einmal seinen Fuß da reinsetzt, dann muss man das machen. Ich habe mich lange gesträubt, einen solchen Vertrag zu unterschreiben, ich hatte schon öfters Gespräche, wollte es aber nie, wollte meine Projekte machen,...

Aus Bruder Oliviers Skriptorium

Über das Leben vieler Nachkriegkomponis­ten wissen wir wenig. Zu nah ist ihre Zeit der unseren, zu präsent sind sie als Kommentatoren in eigener Sache, und gottlob ist mancher von ihnen noch schöpferisch tätig. So haben die Klassiker der seriellen Ära eines ihrer Ziele vorübergehend erreicht: Die Rationalität des Werks überstrahlt die Irrationalität des Urhebers....