Flotte Maskerad'

Strauss: Der Rosenkavalier Krefeld / Theater

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Richard Strauss’ «Rosenkavalier» wurde schon im Uraufführungsjahr 1911 auch in Krefeld gespielt. Die Seidenweberstadt war damals offenbar auf der Höhe der Zeit. Sie war allerdings auch noch reich. Heute gibt es immer wieder Gezerre um den Fortbestand des ohnehin schon runtergesparten Dreispartenhauses. Fünfzehn Jahre nach dem letzten «Rosenkavalier» des Zweistädtetheaters hat man sich nun in Krefeld anlässlich des Strauss-Jubiläumsjahrs eine Neuproduktion der schwierigen Maskerad’ geleistet.

Und die verblüfft vor allem mit dem, was Stagione-Befürworter den Repertoire-Häusern häufig als angeblich überschätzte Qualität absprechen: eine rundum geschlossene Ensembleleistung, zu der nicht zuletzt GMD Mihkel Kütsons souveräne Leitung – nicht nur die Nahtstellen waren penibel geprobt – und ein lustvoll aufspielendes Orchester Entscheidendes beitragen.

Ein «Rosenkavalier» funktioniert nur, wenn das Gefälle zwischen den (eingekauften) Hauptpartien und den «Wurzen» nicht allzu groß ist. In Krefeld singt Debra Hays, die Sophie der letzten Staffel, nun die Leitmetzerin, Janet Bartolova, lange Zeit Primadonna für alles aufwärts des Lyrischen, ist nun Annina, ihr Gegenüber im italienischen Fach, ...

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Opernwelt November 2014
Rubrik: Panorama, Seite 52
von Regine Müller

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