Eine Königin des lirico spinto-Gesangs

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Opernwelt Februar 2008
Rubrik: CDs, Seite 54
von Ekkehard Pluta

Vergriffen
Weitere Beiträge
Zwei Ansichten

Mit der heroischen Komödie «Tancredi», die er 1813 für Venedig schrieb, hatte der erst einundzwanzigjährige Rossini, wohl ohne es zu wissen, die Opera ­seria für sein Jahrhundert neu entdeckt und definiert. Ein heiterer, Dur-bestimmter Grundton durchzieht das fast durchweg ernste und dramatische Geschehen, das auf ein Trauerspiel von Voltaire (1760) zurückgeht. Im...

«Ich bin ein Mezzo mit klangvoller Höhe»

Herr Jaroussky, Ihr neues Album ist eine Hommage an den Kas­traten Giovanni Carestini…
Ich weiß schon, was Sie denken. Jetzt, wo gerade Cecilia Bartolis Malibran-Album und Juan Diego Florez’ Rubini-CD he­rausgekommen sind, wirkt das, als wäre es bloß ein prätentiöser Vermarktungstrick für ein Recital. Aber das ist nicht so: Der Plan zu diesem Album hat mich die...

Es muss nicht immer Händel sein

Giovanni Carestini (1700-1760) verfügte, wie Zeitgenossen berichteten, nicht nur über einen traumhaft schönen Sopran von einzigartiger Kultur und Reinheit. Der Kas­trat war auch ein leidenschaftlicher Schauspieler voll szenischer Fantasie und Ambi­tion. Seine Verkörperungen rührten das Pub­likum zu Tränen. Das dürfte den Countertenor Philippe Jaroussky gereizt...