Der Witz zündet

Nielsen: Maskerade Mönchengladbach / Theater

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Ein junger Mann und eine junge Frau treffen sich auf einer Party und verlieben sich. Die Eltern sind nicht begeistert – sie stammen aus wohlhabendem, bürgerlich-konservativem Milieu und haben für ihre Kinder andere Partner vorgesehen, aus ihren Kreisen selbstverständlich. Doch die Kinder sind widerspenstig, und zwingen will man sie auch nicht – die Zeiten sind vorbei. Am Ende machen sich die Eltern selbst auf, eines dieser ominösen Feste zu besuchen, von denen die ganze Stadt spricht – und sie haben richtig viel Spaß dabei ...



Man kann diesen heiter-harmlosen Komödienaufriss so erzählen, dass er sich, etwas guten Willen vorausgesetzt, heutig anhört. Und so erzählt auch Regisseur Aron Stiehl die Geschichte: Er siedelt sie zunächst in einem lichtdurchfluteten Sommerhaus an – Surfbretter und Strandkleidung, Sauna und Einbauküche markieren die Atmosphäre. Überhaupt spielen die allfälligen Sauna­besuche (einschließlich einiger unter der Dusche gesungener Dialoge) eine wichtige Rolle – das Stück spielt schließlich in Nordeuropa. Und das nächtliche Party-Ambiente stellt ein überdimensionales Bett in den Mittelpunkt, das von jedermann heftig genutzt wird und so unmissverständlich darauf ...

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Opernwelt Juni 2013
Rubrik: Panorama, Seite 52
von Ingo Dorfmüller

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