Bühne, Film, Funk, Fernsehen
Ein Querschnitt des «Zigeunerbaron» mit Melitta Muszely legte vor mehr als vierzig Jahren den Grundstein meiner Plattensammlung. Die Österreicherin mit dem ungarischen Namen begleitete auch weiterhin meine frühen Opernjahre, denn sie war damals eine der populärsten Bühnenkünstlerinnen im deutschsprachigen Raum, omnipräsent in Rundfunk und Fernsehen wie auf Schallplatten, gleichermaßen versiert in Oper und Operette.
Am 13. September 1927 in Wien geboren, sammelte sie ihre ersten Opernerfahrungen auf den Stehplätzen der dortigen Staatsoper.
Am Konservatorium studierte sie zunächst Klavier, dann Gesang und debütierte 1950 in Regensburg. Nach einer Zwischenstation in Kiel wurde sie 1953 von Günther Rennert an die Hamburgische Staatsoper geholt, wo sie sich als Madama Butterfly einführte und in den nächsten fünfzehn Jahren eine vielseitige Stütze des Ensembles war. Von Hamburg aus setzte schon bald die internationale Karriere ein: Amsterdam, Paris, Lissabon, Florenz, Venedig und Berlin. In ihrer Heimatstadt fand sie erst relativ spät ein zweites künstlerisches Zuhause. 1963 trat sie an der Wiener Volksoper auf, ein Jahr darauf wurde sie Mitglied der Wiener Staatsoper.
Muszelys ...
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