Beste Tradition

Mascagni: L’amico Fritz Piacenza / Teatro Municipale

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Pietro Mascagnis zweite Oper «L’amico Fritz» mag als veristisches Leichtgewicht oder gar als Operette verschrien sein – der Komponist fuhr mit seiner commedia lirica einst triumphale Erfolge ein. Kein Jahr nach der Uraufführung im römischen Teatro Costanzi 1891 fand sich der Dreiakter auf zahlreichen europäischen Opernbühnen. Erst zur Zeit des Faschismus fiel das Werk in Italien in Ungnade und verschwand aus den Programmen.

Schuld war offenbar die im Vorfeld des deutsch-französischen Krieges angesiedelte Handlung: Der Plot trägt sich im Elsass zu, wo protestantische und jüdische Bevölkerungsteile in friedlicher Eintracht leben. Der Bann erwies sich als nachhaltig. Noch heute ist «L’amico Fritz» in Italien nur selten zu sehen.

Jetzt aber haben vier teatri di tradizione – die Theater von Piacenza, Modena, Ravenna und Cosenza – den 70. Todestag des Komponisten zum Anlass genommen, um eine Koproduktion von «L’amico Fritz» zu stemmen. Nach Aufführungen von Verdis «Luisa Miller» und Donizettis «L’elisir d’amore» ist es das dritte Werk im Rahmen des gemeinsamen, insgesamt vier Produktionen umfassenden «Opera Laboratorio»-Projekts.

Unter der Regie und künstlerischen Schirmherrschaft von ...

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Opernwelt Dezember 2015
Rubrik: Panorama, Seite 49
von Carlo Vitali

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