Art Nouveau: Satyrspiele

Mit einer Fin-de-Siècle-«Zauberflöte» wurde der kleine Saal der Budapester Musikakademie wieder in Betrieb genommen

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Dass der bärtige Sarastro in dieser Produktion von Mozarts «Zauberflöte» den Betrachter an Gustav Klimt erinnert, war von Regisseur András Almási-Tóth (der im Übrigen mit einer sehr individuellen Fassung dieser Oper, mit zahlreichen überraschenden Umstellungen, aufwartete) vielleicht nicht beabsichtigt, ist aber doch kein Zufall. Denn zum einen geriert der Oberpriester sich hier wie der Wiener Muster-Maler des Fin de Siècle als Satyr, scheint Beziehungen zu Tochter Pamina wie ihrer Mutter zu haben.

Zum anderen sind Szene und Kostüme im Stil des Art Nouveau gehalten und reflektieren damit den des Gebäudes, der Budapester Liszt-Musikhochschule, zitieren beispielsweise das das Foyer dominierende Gemälde «Pilgerschaft zu den Quellen der Kunst» (nicht von Klimt freilich, sondern von Aladár Körösföi-Kriesch).

Mit dieser Produktion wurde im Dezember der Kammermusiksaal der Hochschule nach gründlicher Renovierung wie sein bereits im Oktober wiedereröffneter großer Bruder (siehe OW 12/2013) dem Musikbetrieb übergeben. Er trägt den Namen von Sir Georg Solti, einem der großen Absolventen jener Hochschule, und soll in Zukunft vor allem dem Musiktheater dienen – wobei Éva Marton, emeritierter ...

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Opernwelt Februar 2014
Rubrik: Magazin, Seite 75
von Gerhard Persché

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