Apropos... Lus auf Oper
Frau Pluhar, vor vier Jahren haben Sie in Utrecht «Dido and Aeneas» von Henry Purcell dirigiert, eine ziemlich schräge halbszenische Aufführung. Dürfen die Besucher im Schlosstheater Schwetzingen Ähnliches erwarten?
Damals gab es lediglich eine konzertante Aufführung. Es freut mich natürlich, dass unsere zugegebenermaßen unkonventionelle Interpretation von «Dido and Aeneas» so begeistert aufgenommen wurde. «Die getreue Alceste» ist eine szenische Produktion des Theaters Heidelberg, mit mehreren Vorstellungen.
In Zukunft möchte ich mich der Oper noch intensiver widmen – einem Genre, in dem ich mich seit jeher sehr zu Hause fühle und zu dem es mich immer mehr zieht. Ich würde mich durchaus als «Opernmenschen» bezeichnen.
Wie kam es zur Wahl des Stücks?
Das Theater Heidelberg produziert im Rahmen der Reihe «Winter in Schwetzingen» jedes Jahr eine Barockoper. Thomas Böckstiegel, der neue Operndirektor, fragte mich, ob ich die «Alceste» von Georg Caspar Schürmann dirigieren möchte. Dem habe ich freudig zugestimmt, da es sich hier um ein wunderschönes Werk eines völlig zu Unrecht in Vergessenheit geratenen Komponisten handelt.
Sie arbeiten in Schwetzingen nicht mit L’Arpeggiata, ihrem ...
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Opernwelt Dezember 2019
Rubrik: Magazin, Seite 71
von Gerhard Persché
Neugierig macht das Programm der neuesten CD der franko-kanadischen Altistin Marie-Nicole Lemieux mit drei selten zu hörenden Orchesterlieder-Zyklen des Fin de Siècle allemal. Ernest Chaussons berückendes «Poème de l’amour et de la mer» wird dabei umrahmt von Edward Elgars herben «Sea Pictures» und der Erstaufnahme der allegorischen «Ode symphonique» «La Mer» des...
JUBILARE
Sieghart Döhring kam im ostpreußischen Bischofsburg/Biskupiec zur Welt. Er studierte Musikwissenschaft, Theologie und Philosophie in Hamburg und Marburg/Lahn, wo er 1969 mit einer Arbeit über die «Formgeschichte der Opernarie vom Ausgang des achtzehnten bis zur Mitte des neunzehnten Jahrhunderts» promoviert wurde. Von 1983 bis 2006 leitete er das...
Achtung: Spoiler-Alarm. So heißt es ja neuerdings, wenn man etwas verrät, was der Leser vielleicht (noch) gar nicht wissen will. Aber Gastregisseur Vasily Barkhatov hat vorab im Programmheft preisgegeben, was seine «Tosca» von anderen unterscheidet: Der Täter ist hier auch Opfer. Und opfert sich bewusst – durch die Tat einer anderen. Verwirrt?
Denkfaulere...
