Apropos... Kapellmeister
Herr Meister, Sie sind Chefdirigent des RSO Wien. Musikchefs sind in Wien rar. Werden Sie am Karlsplatz schon auf Händen getragen?
Nicht, dass ich wüsste ... Obwohl: Ich bin mal kurz hintereinander mit demselben Wiener Taxifahrer gefahren. Als ich ihn auch beim zweiten Mal bat, die Musik im Radio abzuschalten, meinte er: «Ach ja, ich erinnere mich: Sie sind doch derjenige, der keine Musik mag.»
Das RSO Wien, das Sie jetzt bei der «Peter Grimes»-Premiere im Theater an der Wien dirigieren, ist vielleicht das zuverlässigste Orchester Wiens.
Es wird dort aber gern unterschätzt. Warum?
Zum einen wurde das Orchester erst nach dem Zweiten Weltkrieg gegründet. Wir haben keine k. u. k.-Vergangenheit. Und: Das RSO geriet in den letzten Jahrzehnten immer wieder in finanziell heikle Situationen. Anders gesagt: Das RSO muss jeden Abend hervorragend spielen, um seine Daseinsberechtigung unter Beweis zu stellen.
Als Sie 2005 nach Heidelberg kamen, waren Sie der jüngste GMD Deutschlands. Sie stehen für das, was man eine Kapellmeister-Laufbahn nennt. Was bedeutet das eigentlich?
Es bedeutet, dass ich an einem Opernhaus als Korrepetitor angefangen habe und die Ausbildung zum Dirigenten als Handwerk im ...
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Opernwelt Dezember 2015
Rubrik: Magazin, Seite 87
von Kai Luehrs-Kaiser
In den 50er- und 60er-Jahren war Elisabeth Schwarzkopf die «andere Primadonna». Doch nach ihrem Abschied von der Bühne 1972 in Brüssel (als Marschallin) und vom Podium 1979 in Zürich blieb ihr Nachruhm gloriolenfrei. Nur gelegentlich wurden ihre Aufnahmen wieder aufgelegt, selten tauchte ihre Stimme (wie die der Callas) als Gefühlsverstärker in Filmen oder in der...
ARD-ALPHA
12.2. – 22.00 Uhr
KlickKlack.
Musikmagazin.
13.12. – 11.00 Uhr
Lorin Maazel dirigiert
Schubert: Symphonie Nr. 8 C-Dur.
13.12. – 20.15 Uhr (1)
20.12. – 11.00 Uhr (2)
31.12. – 11.00 Uhr (3)
Mariss Jansons dirigiert
1. Sibelius: Symphonie Nr. 1 e-moll, op. 39; 2. Sibelius: Symphonie Nr. 2 D-Dur.; 3. Strauss und Adams.
24.12. – 11.00 Uhr (1)
25.12. – 11.00 Uhr (2)
Marcell...
Das Stück zieht sich immer wieder die Maske eines verbindlichen Lächelns über. Doch dahinter zeigt Monteverdis Altersoper «L’incoronazione di Poppea» ihr wahres Gesicht – und das trägt die Züge von Willkür, Tücke, Zynismus, Grausamkeit. Ein weit angelegter Bilderbogen menschlichen (Miss-)Verhaltens aus der Perspektive des Eros. Dabei versagt sich das Werk – mancher...
