Abschied
Er liebte Comics, Zirkus, Zauberei – die vergnüglichen Seiten des Theaters. Jérôme Savarys erste Theatergruppe hieß Grand Magic Circus. Er brachte nicht nur Offenbachs Operetten, sondern auch Helden aus Bildergeschichten wie «Asterix» auf die Bühne. Von 1982 bis 1986 leitete der gebürtige Argentinier das Centre Dramatique du Languedoc-Roussillon, dann bis 1988 das Carrefour Européen du Théâtre du 8e in Lyon. Anschließend wurde Savary Chef des Théâtre National de Chaillot, bevor er 2000 für sieben Jahre die Opéra Comique in Paris übernahm.
Er fand leere Kassen vor – und hinterließ 2007 seinem Nachfolger Jérôme Deschamps ein gutgestelltes Staatstheater. Dann musste er gehen, weil er die Altersgrenze von 65 Jahren erreicht hatte. Die letzten Jahre seiner Laufbahn verbrachte er als freier Regisseur und Produzent. Jérôme Savary erlag am 4. März in Paris einer Krebserkrankung. Er wurde 70 Jahre alt.
Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo
Sie sind bereits Abonnent von Opernwelt? Loggen Sie sich hier ein
- Alle Opernwelt-Artikel online lesen
- Zugang zur Opernwelt-App und zum ePaper
- Lesegenuss auf allen Endgeräten
- Zugang zum Onlinearchiv von Opernwelt
Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen
Opernwelt April 2013
Rubrik: Magazin, Seite 77
von Wiebke Roloff
Ein Neuanfang ist das nicht, auch kein Abbiegen auf un-bekanntes Terrain. Giacomo Puccini und Christian Thielemann, die beiden kennen sich. 2003 dirigierte Thielemann, damals noch GMD der Deutschen Oper Berlin, eine konzertante «Suor Angelica» an seinem Haus. Ein Jahr später folgte dort «La fanciulla del West», inszeniert von Vera Nemirova. Mehr Italienisches war...
Auch Königin Margrethe II. von Dänemark – Opernenthusiastin und regelmäßiger Gast in der Königlichen Oper – applaudierte dem angehenden Jubilar: Krzysztof Penderecki, der dieses Jahr seinen 80. Geburtstag feiert, war zur Weltpremiere der Neufassung seiner «Teufel von Loudun» nach Kopenhagen gekommen. Ein schöner Coup für das Haus, das nach den Querelen um die...
Mit der Darmstädter Avantgarde assoziiert man alles Mögliche, von Serialismus bis Elfenbeinturm, aber nicht unbedingt Musiktheater. Das Luzerner Theater hat jetzt etwas Archäologie der späten Moderne betrieben und dabei mit Bruno Madernas Einakter «Satyricon» eine kleine Kostbarkeit ausgegraben. Das 1971 entstandene und 1973, im Todesjahr des Komponisten,...
