Lettisches Liederbuch
Im 19. und beginnenden 20. Jahrhundert war keine musikalische Gattung für die musikalische Identität einer Nationalkultur wichtiger als das Lied. Dies gilt auch für das seit der Hanse mit der deutschsprachigen Kultur eng verwobene Baltikum. Mit den poetischen Inhalten und der kleinen Form war es weitaus leichter, einen größeren Kreis zu erreichen als etwa mit sinfonischen Werken – nicht zuletzt verlegerisch.
Kurios mutet dabei an, dass mit dem Kunstlied eine Gattung in den Fokus rückte, die wie keine andere ursprünglich mit der deutschen Sprache verbunden war, aber durchaus andernorts adaptiert werden konnte – so sehr, dass der Begriff als «the lied» oder «le lied» in anderen Sprachen einzog.
Wie sehr das Lied an der Wende zum 20. Jahrhundert auch die baltischen Länder bei ihrer Suche nach der jeweils eigenen Sprache und Kultur bestimmte, lässt sich an einer lettischen CD-Produktion ablesen, die für Westeuropäer ein musikalisch geradezu unbekanntes Terrain erkundet. Die breit gefächerte, repräsentative Auswahl von insgesamt 25 Liedern und Gesängen lässt das weitaus umfangreichere Gesamtrepertoire ansatzweise erahnen. Im Zentrum stehen Kompositionen von Emils Darzins (1875-1910), ...
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Opernwelt November 2016
Rubrik: Hören, Sehen, Lesen, Seite 36
von Michael Kube
Seid ihr alle da? Wenn es das richtige Lockmittel gibt – klar! Wodka satt zur Realitätsverschleierung, Wein im Tetrapack und ein Kasperletheater, das das Spiel der Mächtigen zur Harmlosigkeitsgroteske zusammenschnurren lässt. Alle Opernfiguren sind anfangs doppelt vertreten, geführt von ihren realen Sängern. Sogar ein Krokodil gibt es, das aus dem Hinterhalt ein...
ARD-ALPHA
1.11. – 11.00 Uhr
Konzert mit Horst Stein
und den Bamberger Philharmonikern aus der Basilika Waldsassen.
11./25.11. – 19.30 Uhr
14./28.11. – 16.00 Uhr
KlickKlack.
Musikmagazin.
13.11. – 11.00 Uhr
Meine Zeit wird kommen.
Gustav Mahler in den Erinnerungen von Natalie Bauer-Lechner.
13.11. – 20.15 Uhr
Roger Norrington dirigiert
Haydn: Sinfonie Nr. 96, Sinfonie Nr....
Einst an den Rand gedrängt, ist die Moderne nun fest verankert im Programm der Bregenzer Festspiele. Neben Otto M. Zykans «Staatsoperette» stand diesmal sogar eine zweite zeitgenössische Oper auf dem Programm: Miroslav Srnka vertonte in «Make No Noise» (2011) den brisanten Stoff eines Films, der die zufällige Begegnung zweier traumatisierter Menschen thematisiert,...
