Sängerkrieg in den Cotswolds
Zur wachsenden Zahl von Sommeropern nach dem Modell Glyndebournes gehört auch das Longborough Festival in Gloucestershire, das auf die private Initiative eines musikbegeisterten Ehepaars zurückgeht. Mit Banks Fee erwarben Martin und Lizzie Graham eine attraktive Kulisse – ein Landhaus mit Blick über das Dorf Longborough und die sanften Hügel der Cotswolds. 1991 fingen sie an, Wohnzimmerkonzerte zu organisieren, beherbergten dann in einem Nebengebäude gastspielweise die Wanderkompanie Travelling Opera.
Schließlich kauften sie Covent Garden ausrangierte Teile der Bestuhlung ab und ließen die Scheune zu einem Saal mit 500 Plätzen ausbauen. Inklusive Orchestergraben nach Bayreuther Vorbild: Obwohl das Programm der nunmehr siebenwöchigen Saison breit aufgestellt ist – von Händels «Alcina» über Mozarts «Le nozze di Figaro» bis Janáceks «Jenufa» reicht es diesen Sommer – verdankt das Festival seinen Ruf vor allem Wagner-Unternehmungen.
Der «Ring» in Jonathan Doves Bearbeitung für 18 Musiker legte 1998 den Grundstein, szenische Aufführungen der Tetralogie fanden 2002 und 2004 statt. Mit gestärktem Selbstvertrauen wagte man sich daraufhin an eine Vollversion: 2007 hatte «Das Rheingold» ...
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Opernwelt August 2016
Rubrik: Magazin, Seite 71
von Geroge Hall
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