Masque ohne Mätzchen

Erlangen, Händel: Alceste

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Das Erlanger Markgrafentheater realisiert alljährlich ein Gemeinschaftsprojekt mit dem Staatstheater Nürnberg und der Musikhochschule Nürnberg-Augsburg. Das Repertoire ist zumeist barock, die Musiker sind vorwiegend jung, inszenatorisch geht es eher heiter zu. Nach Purcell und Gluck widmete man sich in diesem Jahr ­einer bis jetzt in den Archiven schlummernden Händel-Oper, dabei lud sich der scheidende Nürnberger Intendant Wulf Konold gleich selbst als Regisseur ein.

Für «Alceste oder Die Wahl des Herkules» erstellte die junge Dramaturgin und Theaterwissenschaftlerin Tina Hart­mann eine neue, recht eigenständige Textfassung, denn das Original ist verschollen. 1749 beauftragte der Londoner Operndirektor John Rich Händel mit einem Werk für Covent Garden, den Text lieferte der damals überaus einschlägige Dramatiker und Satiriker Tobias Smollett. Kurz vor der Uraufführung bebte die Erde in und um London, das potenzielle Publikum floh aufs Land, und die Financiers zogen sich diskret zurück. Smolletts Text wurde nie gedruckt, Händel verwendete Teile seiner Musik in anderen Werken wie dem Orato­rium «The Choice of Hercules».
Für die Erlanger Produktion hat sich Tina Hartmann bei diversen ...

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Opernwelt April 2008
Rubrik: Panorama, Seite 46
von Jörn Florian Fuchs

Vergriffen
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