Wagner und seine Wirkung

Drei neue Bücher resümieren Erfahrungen mit Wagner – und stechen aus der anhaltenden Flut von Neuerscheinungen heraus

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Als 1983, beim letzten großen Wagner-Jubiläum, vom Team der Gesamtausgabe eine Tagung veranstaltet wurde, hieß der Bericht «Wagnerliteratur – Wagnerforschung» (erschienen bei Schott 1985). Die Trennung war, wie Carl Dahlhaus in der Einleitung schrieb, eine Art «Notwehr»: Nur ein geringer Teil dessen, was über Wagner publiziert wird, hat mit Forschung im seriösen Sinn zu tun. Andererseits ist diese Forschung so spezialisiert, dass ihre wahren, meist nur winzige Steinchen versetzenden Ergebnisse auf dem Buchmarkt kaum Platz finden.

Die Spannung zwischen einer «Esoterik, die für die Öffentlichkeit nicht taugt» und einer «Exoterik [...], die sich ständig blamiert», ist in den letzten dreißig Jahren nicht kleiner, sondern – im Zeichen eines durchkommerzialisierten Buchmarktes – größer geworden.

Vor diesem Hintergrund spreizt sich die zum Doppeljubiläum 2013 erscheinende Literatur weit auf. Sie reicht von der Dokumentation (Sven Friedrich hat zeitgenössische Texte von Heinrich Laube bis Thomas Mann zusammengestellt: «Wagner im Spiegel seiner Zeit», erschienen als Fischer Taschenbuch – eine Anschaffung, die sich in jedem Fall lohnt, auch wenn viele Texte gekürzt sind; 364 Seiten; 10,99 ...

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Opernwelt Mai 2013
Rubrik: Hören, Sehen, Lesen, Seite 31
von Stephan Mösch

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