Was ist deutsch?

Sven Oliver Müller untersucht Wagners Nachleben in der deutschen Gesellschaft

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Der Autor, Historiker am Max-Planck-Institut für Bildungsforschung in Berlin, verspricht uns ein Buch «um Wagners Nachleben, um seine Rezeption in der deutschen Gesellschaft, um die Akzeptanz und die Abgrenzung von einer Idealfigur», deren Werk wie der damit verbundene Wagnerismus «als Bestandteile der deutschen Geschichte zwischen 1883 und 2013» (S. 14) bezeichnet werden können. Es geht also um ­einen Wagner, der als Spiegel und Seismograf politischer Befindlichkeiten der deutschen Gesellschaften in seinen vielfältigen Ausdeutungen dargestellt werden soll.

Dabei steht das jeweils spezifisch «Deutsche» im Zentrum der Analyse.

Zu diesem Zweck entfaltet das Buch – gegliedert in Ouvertüre (konventionell: Vorwort) und dann fünf Aufzüge (konventionell: Kapitel) ­einen weiten Bogen: Es beginnt mit dem Kaiserreich, (erste Festspiele, Nationalismus und Antisemitismus, «Parsifal»-Streit und – wieso? – Wagner-Transfer nach London und Paris), setzt sich fort in der Schilderung der Wagner-Rezeption während der Weimarer Republik (Bayreuther «Meistersinger» 1924; Fritz Langs «Nibelungen»-Film; Wagner-Denkmäler; Toscanini in Bayreuth), geht über zum Dritten Reich (Hitler-Wagner; Wagner in ...

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Opernwelt Mai 2013
Rubrik: Hören, Sehen, Lesen, Seite 34
von Udo Bermbach

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