Sog der Finsternis
Wie kein anderer Komponist der Gegenwart hat sich Georg Friedrich Haas in seinem Schaffen einer am Übergang vom Licht zur Dunkelheit angesiedelten Musik verschrieben. Dabei experimentiert er nicht nur mit der schattenhaften Abdunkelung der Klänge, sondern auch mit der Saalbeleuchtung. Bereits in dem groß angelegten Orchesterwerk «in vain» und in der Kammeroper «Die schöne Wunde» führte ihn die Suche nach einer Intensivierung des Hörens zur zeitweilig völligen Verdunkelung des Auditoriums.
In seiner jüngsten, wie bei den beiden vorausgegangenen Auftragswerken für Schwetzingen – «Bluthaus» (2011) und «Thomas» (2013) – erneut auf ein Originallibretto seines österreichischen Landsmannes Händl Klaus entstandenen Oper «Koma» radikalisiert er diesen Schritt und macht ihn zum Ausgangspunkt der Handlung. Zwei Drittel des pausenlosen, fast zweistündigen Stücks werden bei völliger Dunkelheit gespielt. Es gibt kein Licht auf der Bühne, keines im Graben, auch die Notausgangsleuchten sind ausgeschaltet. Die Komapatientin Michaela selbst sitzt im Publikum, ist als Person nicht identifizierbar und singt nur während der Dunkelheit. Der Rest des weitgehend statischen Geschehens wird teils als ...
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Opernwelt Juli 2016
Rubrik: Im Focus, Seite 18
von Uwe Schweikert
Ein Wunder, ein Wunder, ein Wunder», ruft die Menge in Richard Wagners «Lohengrin», als der Gralsritter auf dem Schwan dahergeschwommen kommt. Ein Wunder brauchte auch das Konzert Theater Bern, als man sich letztes Jahr unverhofft mit einer Panne konfrontiert sah. Seit 2014 wird der neoklassizistische Bau umfassend renoviert (Kostendach: 45 Millionen Schweizer...
Chris, du führst Liz jetzt rüber zu dem Tisch da. Die andern halten sie fest, du reißt ihr das Höschen runter, und dann legt Andrew los.»
«Ähm, was für ein Höschen hat sie denn?», frage ich. «Doch nicht so ein steifes Ding oder Strapsen-Salat?»
«Sie trägt zwei Paar. Eins für dich zum Ausziehen, und noch eins drunter, na, für sich halt. Wirst sehen, das flutscht.»
«Gu...
Lucky heißt der kleine gepunktete Hund. Sein Herrchen, ein grimmig blickender Kerl, versperrt den Weiterweg in den Eingeweiden des Gasteig-Kulturzentrums mit seinen Rohren und Tanks. Doch die Performance «Anticlock» geht weiter, später sogar per Bus in den Münchner Norden zu einer regennebelbesprühten, bemüht düsteren Installation, während der Fahrt allerdings nur...
