In ganz verschiedene Richtungen
Wie lang eine Minute sein kann! Jedes der Ensemblemitglieder schaut uns sechzig
Sekunden lang wortlos an. Darsteller alle, aber ohne Rolle. Manche brechen in Lächeln aus, andere halten das Lächeln mühsam zurück. Einige genießen diesen Auftritt vor der Kamera, anderen scheint er ungewohnt, sogar peinlich. Zu erleben sind die Living Portraits in der «Cinebox» des Foyers. Eine Etage höher gibt es noch andere interaktive Einladungen. Ein «Musiktheaterfries» zum Beispiel, dessen vierzehn Sternbilder von «Orpheus» bis zu «Hans Werner Henze» und «Musical» reichen.
Wenn man vor dem Wandteppich steht, öffnen sich die Sterne des jeweiligen Bildes zu Wort und Ton: Die Mischung aus Medieninstallation und Webkunst (ganz handwerklich gemeint: mit langgesprochenem e) entpuppt sich als Versuch neuer Musikvermittlung. Ein paar Schritte weiter steht ein «Spieltisch». Wer die Karten dort richtig platziert, bekommt ebenfalls Infos. Etwa zum Thema Gesamtkunstwerk (Schlingensief eingeschlossen) oder zum Thema Regie (Neuenfels eingeschlossen).
Noch sind es wenige Besucher, die sich in den Pausen mit solchen Dingen beschäftigen. Schließlich ist das neue «Musiktheater am Volksgarten» in Linz schon für sich ...
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Opernwelt Juni 2013
Rubrik: Im Focus, Seite 14
von Stephan Mösch
arte
2.6. – 17.05 Uhr
Ein Tag im Leben des Cellisten Johannes Moser.
Dokumentation von Holger Preuße, Deutschland 2012.
2.6. – 18.30 Uhr
7./13.6. – 5.00 Uhr
Lorin Maazel trifft Alice Sara Ott.
Münchner Philharmoniker. Ravel: Klavierkonzert G-Dur.
2.6. – 23.50 Uhr
Franck: Stradella.
Opéra Royal de Wallonie Liège. Musikalische Leitung: Paolo Arrivabeni, Inszenierung: Jaco Van...
Huiiiiiiiiii. Eine Hand sirrt durch den Dschungel. Trifft auf einen stehenden Zierteich, volles Rohr. Splashshshshshshshsh. Zoooooooooom. In Zeitlupe schießt die Fontäne auf, zerstiebt in Myriaden Tropfen, zu einer Glitzerwolke, die direkt vor unserer 3D-bebrillten Nase tanzt. Ein Naturschauspiel aus dem Computer, perfekte Simulation. Unwillkürlich fühlen wir nach,...
Natürlich drehte sich wieder alles um ihn. Um den Tenorissimo a. D., der auf seine alten Tage mit aller Macht ins Bariton-Fach drängt. Schon zu Beginn der Neunzigerjahre hatte Plácido Domingo zum ersten Mal tieferes Terrain erkundet – im Tonstudio, als Rossinis Figaro für die DG-Aufnahme des «Barbiere». Im November 2007 folgte an der Met Glucks Orest, zwei Jahre...
