«Kinder und Hunde konnte ich schon immer gut nachmachen»
Frau Schäfer, wie geht es Ihren beiden Töchtern?
Danke, ich kann nicht klagen. Als ich sie gestern ins Bett brachte und vor unserem Schlaflied zufällig das Radio anmachte, kam gerade der Mitschnitt von Pergolesis «Stabat mater» aus Salzburg, wo ich eingesprungen war. Sagt die eine Tochter sofort: «Das ist die Mama, die da singt.» Sagt die andere: «Die Mama kann überhaupt nicht so schön singen.» So ist das Mutterleben.
Nehmen Sie die beiden schon mit in die Oper?
Natürlich, meist zu Proben.
Letztes Jahr in Salzburg haben sie fünf Mozart-Opern komplett gesehen. Ich finde, Eltern haben eine Verpflichtung, Kinder an Musik heranzuführen, besonders weil die Schulen in diesem Punkt versagen. In Paris habe ich die ganze Klasse meiner älteren Tochter in eine Probe von «La traviata» eingeladen. Die waren alle ganz begeistert, allerdings vor allem vom großen Kronleuchter auf der Bühne. In Berlin wollte ich etwas Ähnliches machen, aber da hätte man einen formellen Antrag beim Senat stellen müssen, und das war mir dann zu blöd.
In Salzburg bei dem Pergolesi-Konzert sind Sie für Anna Netrebko eingesprungen. Wie haben Sie Ihre Kollegin bei den Proben zum «Figaro» erlebt? Hat sie überhaupt Zeit zu ...
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Eine Ära ist zu Ende gegangen. Nach dreizehn Jahren hat Klaus Pierwoß, dienstältester Bremer Nachkriegsintendant, in diesem Sommer seine von vielen Erfolgen und überregionaler Anerkennung begleitete Tätigkeit in der Hansestadt abgeschlossen. Eine Zeit, die für den Amtsinhaber nicht ohne Anfeindungen verlaufen ist, vor allem seitens der offiziellen Bremer...
Herr Pierwoß, Bremen und seine Theaterpolitik – ist das für Sie Anlass zu einem Rückblick im Zorn?
Ganz zweifellos. Vor einiger Zeit, als wir an dem Buch über meine Bremer Jahre arbeiteten, das jetzt herausgekommen ist, bin ich noch einmal detailliert meine dreizehn Spielzeiten durchgegangen. Und da sind bei mir doch viele Aggressionen wieder hochgekommen....
