Janácek: Das schlaue Füchslein

Amsterdam

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Die Bühne der Nederlandse Opera zeigt die Welt als große Animal Farm, mit mehr Tieren, als der Komponist je hätte vertonen können. Nicht nur Füchse, Dackel, Mücken, Frösche und Grillen, sondern auch Pferde, Schweine, Marien­käfer, Raupen und Fliegen treten auf. Alle sind in sehr fantasievolles Outfit gekleidet, das gleichzeitig an Mensch und Tier erinnert. Der gewölbte hölzerne Raum ist von vielen runden Furchen durchzogen, verweist auf das Theater der Welt und auf die Bauern, die in einem ewigen Wechsel der Jahreszeiten das Land durchpflügen.

Die Tiere zeigen sich als echte Darwin-Schüler. Lapák, der Hund, treibt es mit dem kleinen Füchslein, auch die anderen Tiere pflanzen sich ohne Vorbehalt fort. Das Fressen und Gefressenwerden verschont auch den Menschen nicht:  Arme und Beine fliegen herum, als das Füchslein sich an den Hennen vergreift.
Wie ähnlich Tiere und Menschen sind, zeigt sich in Amsterdam zudem an anderer Stelle: Der Förster, hier sehr einfühlsam von Dale Duesing gesungen, ist ein reifer Mann. Das kleine Füchslein, das er mit nach Hause bringt, erinnert ihn an seine Jugend und Jugendliebe. Während des Orchester-Intermezzos verwandelt sich nicht nur das Füchslein in ...

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Opernwelt März 2006
Rubrik: Kurz berichtet, Seite 52
von Willem Bruls

Vergriffen
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