Eiche weiche, Buche suche, Linde finde!

Wie das Schiller-Theater zum Ausweichquartier der Berliner Staatsoper umgebaut wird

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Wer mit preußischer Geschwindigkeit marschiert, schafft den Weg in sechs Minuten: immer geradeaus, von der Bismarckstraße Nummer 35, wo die Deutsche Oper residiert, hinauf bis zur Nummer 110, wo das Schiller-Theater steht. Ab Herbst 2010 wird hier die Berliner Staatsoper ein Ausweichquartier finden, während ihr klassizistischer Musentempel Unter den Linden für 239 Millionen Euro von Grund auf saniert wird.

Mindestens drei Jahre lang spielt Berlin dann in Sachen Musiktheater auf Augenhöhe mit New York: Denn zwei große, moderne Musiktheater in Sichtweite, das gibt es bislang nur am Lincoln Center.
Jürgen Flimm, dem designierten Staatsopern-Intendanten, ist es eine besondere Genugtuung, dass er ausgerechnet mit einem Ost-Theater jetzt die 1993 vom Senat abgewickelte Staatliche Schauspielbühne beim Ernst-Reuter-Platz wachküssen darf. Und nicht nur die, sondern auch die ganze verschnarchte Gegend hier im feinen Charlottenburg. Schon jetzt sieht sich der selbstbewusste Theatermann als hauptstädtischer Opernkönig, vor allem weil noch immer kein Nachfolger für die 2011 aus dem Amt scheidende Kirsten Harms an der Deutschen Oper in Sicht ist. An eine Zusammenarbeit der beiden Häuser denkt ...

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Opernwelt Januar 2010
Rubrik: Magazin, Seite 64
von Frederik Hanssen

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