389 Millionen
Dass die Berliner Lindenoper und das Theaterensemble am Kölner Offenbachplatz dringend saniert werden mussten, steht außer Frage. Eine neue Konzerthalle für Hamburg – auch sie war überfällig. Und niemand wird bestreiten, dass es bei den maroden Gebäuden der Städtischen Bühnen in Frankfurt und Augsburg akuten Handlungsbedarf gibt. Wenn diesmal vorwiegend Kulturbaustellen als «Ärgernis des Jahres» genannt werden, so zielt der Unmut auf die fahrlässige Planung und Steuerung solcher Großprojekte. Die Folge: Chaos und explodierende Kosten.
Wir dokumentieren die eklatantesten Problemfälle: Staatsoper Berlin, Oper Köln und Elbphilharmonie Hamburg. Stationen einer Chronique scandaleuse.
Kurz nach der Jahrtausendwende wird der Staatsoper fast die Betriebserlaubnis entzogen – wegen drastischer baulicher Mängel. Ein Gutachten des TÜV kommt zu dem Ergebnis, dass bestimmte Teile der Bühnentechnik nicht mehr eingesetzt werden dürfen. Ein Hubpodium war unerwartet in die Tiefe gefahren. Zum Glück stand niemand auf der Bühne. Einen Tag später wäre der Männerchor im «Tannhäuser» mit hinabgerauscht. Die Folge: Einige Aufführungen können teilweise nur konzertant stattfinden. Hermann-Josef Pohlmann ...
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Opernwelt Jahrbuch 2016
Rubrik: Chronique scandaleuse, Seite 56
von Kerstin Krupp
Gleich mit zwei neuen Stücken bereicherte Georg Friedrich Haas die vergangene Spielzeit: Im November 2015 stellte Londons Royal Opera House «Morgen und Abend» auf ein Libretto von Jon Fosse vor, koproduziert mit der Deutschen Oper Berlin. Im Mai 2016 folgte in Schwetzingen und kurz darauf in Darmstadt «Koma» nach einem Text von Händl Klaus, die «Uraufführung des...
Impressum
57. Jahrgang, Jahrbuch 2016
Opernwelt wird herausgegeben von
Der Theaterverlag – Friedrich Berlin
ISBN 978-3-942120-20-3
Best.-Nr. 752972
Redaktion Opernwelt
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Redaktionsschluss dieser Ausgabe
war der 07.09.2016
Redaktion
Wiebke Roloff
Albrecht...
Über den Typus des Künstlerintendanten wird wieder heiß diskutiert. Obwohl man ihm, bei Licht besehen, heute eher selten begegnet – zumal im Musiktheaterbetrieb. Das Modell des allgewaltigen Patriarchen, der nicht nur den Laden schmeißt, sondern auch auf der Bühne (oder im Orchestergraben) die Zügel führt, hat ohnehin ausgedient. Ausnahmen bestätigen die Regel....
