Ein Hauch Zukunft

Cohen Elias: .onion, Gentilucci: (On) The Other Side of The Skin. Lullaby, Bartók: Herzog Blaubarts Burg, Darmstadt / Staatstheater

Opernwelt - Logo

Darmstadts Intendant Karsten Wiegand hatte unlängst zwei große künstlerische Erfolge mit Luigi ­Nonos «Prometeo» und Georg Friedrich Haas’ «Koma». Unerschrocken arbeitet er daran, die Tradition der «Darmstädter Ferienkurse für Neue Musik» im Theater weiterzutragen. So ließ er die neue Spielzeit mit zwei aus einem Wettbewerb hervorgegangenen Mini-Opern unter dem Motto «Augen.Blicke» beginnen: «.onion», einem Stück der israelischen Komponistin Sivan Cohen Elias sowie der Skizze «(On) The Other Side of The Skin. Lullaby» der aus Umbrien stammenden Marta Gentilucci.

Die beiden neuen Werke hatte Wiegand mit «Herzog Blaubarts Burg» von Béla Bartók kombiniert. Beherzt fragte er bei einem Einführungsgespräch das Publikum, ob es sich die Arbeiten von Cohen Elias und Gentilucci als wegweisend für ein künftiges Opernschaffen vorstellen könnte. Die auf härene Art trashige Klangsphäre des ersten Stücks erbrachte schon nach wenigen Minuten eine ernüchternde Antwort, indem zum Komponierten der Kontrapunkt geräuschvoller Türen trat, durch die nicht wenige Besucher den Saal verließen.

Dabei hätte «.onion», in einer eleganten Galerie als optisch-akustische Installation präsentiert, oder, wenn schon ...

Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo

Sie sind bereits Abonnent von Opernwelt? Loggen Sie sich hier ein
  • Alle Opernwelt-Artikel online lesen
  • Zugang zur Opernwelt-App und zum ePaper
  • Lesegenuss auf allen Endgeräten
  • Zugang zum Onlinearchiv von Opernwelt

Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen

Digital-Abo testen

Opernwelt November 2016
Rubrik: Panorama, Seite 47
von Hans-Klaus Jungheinrich

Weitere Beiträge
Verständigung

Es gehe um einen humanistischen Auftrag, sagt Muriel Haim, nicht um einen politischen: «Wir wollen nichts demonstrieren, wir wollen Leben retten.» Die aus Paris stammende, international bestens vernetzte Ärztin hat vor knapp zehn Jahren «A Heart for Peace» gegründet: eine nichtkommerzielle Organisation, die auf ihre Weise versucht, Israelis und Palästinenser...

Die Oper mit der Ziege

Meyerbeer als Komiker – das ist eine Vorstellung, an die sich vermutlich auch jene Generationen nicht gewöhnen werden, bei denen der Grand Opéra-Meister wieder durchgesetzt sein könnte. So war es ein mutiger Schritt, den Meyerbeer-Zyklus an der Deutschen Oper Berlin – szenisch angestoßen durch den monumentalen «Vasco da Gama» – mit Meyerbeers vorletzter Oper...

Apropos... Divendämmerung

Frau Foster-Jenkins … darf ich Sie Florence nennen?
Nein. Sie dürfen mich Frau Foster-Jenkins nennen.

Darf ich Sie was Persönliches fragen?
Bitte.

Wie fühlt es sich an, als die mieseste Sängerin aller Zeiten zu gelten?
Das kann ich Ihnen schwerlich beantworten. Damit sollten Sie sich an jemanden wenden, der dieses Problem schon mal hatte.

Gut, lassen Sie es mich...