Vehemente Fürsprache

Robin Johannsen und das Ensemble Teatro del Mondo mit Barockmusik aus Neapel

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Vor einigen Jahren erwies Joyce DiDonato mit ihrem Album «Stella di Napoli» der Stadt am Vesuv und einigen der dort wirkenden Komponisten des 19. Jahrhunderts ihre Reverenz. Neapel war aber schon im vorangegangenen Jahrhundert zu einer der bedeutendsten Musikstädte Europas geworden und hatte eine Fülle großer Musiker hervorgebracht. Dem «Napoli galante» ist das Album gewidmet, das die amerikanische Sopranistin Robin Johannsen gemeinsam mit dem Ensemble Teatro del Mondo unter der Leitung von Andreas Küppers für das kleine Label Perfect Noise aufgenommen hat.

Neben großen Namen wie Giovanni Battista Pergolesi, Alessandro Scarlatti oder Leonardo Vinci begegnet man hier auch weniger bekannten Komponisten wie Giacomo Sellitto oder Cristofaro Caresana.

Nicht jede Arie kann als großer Wurf gelten, doch zeigt sich gerade im Nebeneinander von Stücken, die sich auf handwerklich hohem Niveau innerhalb der Grenzen der Konvention bewegen, und solchen, die diese Konventionen überwinden, die kluge Dramaturgie des Programms. In dessen Mitte steht die letzte Arie aus Vincis Oratorium «Mater dolorata», ein inniger Klagesang der Gottesmutter voller Seufzer, der das übliche Dacapo verweigert und mit ...

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Opernwelt Januar 2019
Rubrik: Hören, Sehen, Lesen, Seite 22
von Thomas Seedorf

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