Facetten der Fünfziger

Neu aufgelegt: frühe Decca-Aufnahmen in der Reihe Eloquence

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Ein großes, etwas in Vergessenheit geratenes Kapitel Schallplattengeschichte schlägt die australische Dependance der Firma Universal auf, indem sie in der Reihe Eloquence überwiegend in den 50er-Jahren entstandene Aufnahmen der Decca neu auflegt. Einige erscheinen erstmals auf CD, ein großer Teil war nur kurzzeitig oder überhaupt nicht auf dem deutschen Markt erhältlich. Vor allem bei den Recitals gibt es da noch manche Entdeckung zu machen.

So wurden Mono-Gesamtaufnahmen aus dem Katalog verdrängt, als die Decca die Opern mit teilweise identischen Protagonisten in Stereo neu produzierte. Die «Pioniere» haben aber noch heute einigen Sammlerwert, da sie die damals neuen Stars wie Mario del Monaco und Renata Tebaldi in der ersten Blüte ihrer Karriere dokumentieren und sie zugleich mit einigen Gesangsgrößen aus der Gigli-Ära konfrontieren. Im Falle von «Cavalleria rusticana»/ «Pagliacci» hinterlassen die Veteranen allerdings den stärkeren Eindruck. Del Monaco konnte 1954 zwar mit entspannten Stentortönen aufwarten, doch singt er vor allem den Part des Turridu in einem Einheitsforte durch. Elena Nicolai ist eine passionierte, aber nie larmoyante Santuzza, Clara Petrella porträtiert ...

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Opernwelt November 2016
Rubrik: Hören, Sehen, Lesen, Seite 36
von Ekkehard Pluta

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