Unvergessen
Das war lange überfällig! Zu Ute Vinzings siebzigstem Geburtstag, den die unvergessene Hochdramatische der siebziger und achtziger Jahre im September feiern konnte, präsentiert «Gala» auf vier randvoll gefüllten CDs einen Querschnitt durch ihr sängerisches Lebenswerk. Ein bunter Strauß von Live-Aufnahmen – in der akustischen Qualität streckenweise gewöhnungsbedürftig, dafür von einer künstlerischen Präsenz, die etwas herüberbringt von der unglaublich dichten Ausstrahlung, die jeden Bühnenauftritt dieser Künstlerin zum Ereignis werden ließ.
Man findet – natürlich – Ute Vinzings Wagner-Partien, alle in repräsentativen Ausschnitten. Die Senta unter dem großen alten Heinrich Hollreiser in Berlin, Venus und Elisabeth (in Personalunion) aus Wuppertal, die Ortrud aus Leipzig, Isolde unter dem erklärten Lieblingsdirigenten Christoph Prick in einer Aufnahme aus Frankfurt, schließlich die drei Brünnhilden: die Todverkündung der «Walküre» mit Peter Hofmann aus Wuppertal, die beiden Schlussszenen aus «Siegfried» und aus «Götterdämmerung» unter Marek Janowski in einer Pariser «Ring»-Aufführung.
Dass die beiden großen Strauss-Partien, mit denen Ute Vinzing weltweit ebenfalls Furore machte, ...
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