Kleinmütig
Diese erste Premiere nach dem Abgang von Kirsten Harms als Intendantin hätte ein Signal des Aufbruchs werden können. Diese Chance wurde verschenkt. Das begann schon mit der Entscheidung für die landläufig gespielte vieraktige Fassung von Verdis «Don Carlo», die zwar musikalisch, aber weniger dramaturgisch stringent ist. Das setzte sich fort mit der Wahl des Regisseurs und Bühnenbildners Marco Arturo Marelli, der schon wiederholt am Hause gearbeitet hat und immer ein Garant für gediegene, bei niemandem und nirgendwo aneckende Inszenierungen ist.
Für ein Werk dieses Kalibers ist das zu wenig. Dieser «Don Carlo» ist in der Konzeption kleinmütig und in der Ausführung, speziell der Personenführung, sträflich ambitionslos. Da spielt jeder, so gut er eben kann.
Auch weil der Bühnenbildner Marelli die Möglichkeiten des Regisseurs Marelli von vornherein einengt durch eine variable Einheitsszenerie. SIe besteht aus verschiebbaren Quadern, die in jeder Anordnung Schlitze für ein Kreuz übrig lassen. Sie zielt darauf ab, alle Personen, nicht nur das Volk, sondern auch die königliche Familie, in einem Kerker zu zeigen, zu dem nur die Kirche den Schlüssel hat. So simpel-sinnfällig das klingt, es ...
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Opernwelt Dezember 2011
Rubrik: Panorama, Seite 41
von Ekkehard Pluta
Neu ist die Idee nicht, im Rahmen eines Albums den musikalischen Wechselbeziehungen zwischen Orient und Okzident nachzugehen. Das Barockorchester Concerto Köln und das auf musikalische Grenzgänge spezialisierte Ensemble Sarband um Vladimir Ivanoff etwa brachten 2003 eine viel beachtete CD mit dem Titel «Dream of the Orient» heraus, die diesem Konzept verpflichtet...
ARTE
1./7./13./19.12. – 6.00 Uhr
Gesangwettbewerb
«Régine Crespin».
Orchestre National de France, Ber-
trand de Billy. Moderation: Chiara Muti.
2./8.12. – 6.00 Uhr
Paavo Järvi interpretiert
Schumann und Mozart. Deutsche Kammerphilharmonie Bremen. Solistin: Alina Ibragimova.
4.12. – 6.05 Uhr
Musik – ein Fest fürs Leben.
Dokumentation von Alexander Lück und Daniel Finkernagel...
Ausgerechnet die Uckermark, das denkt er sich heute belustigt. Ein Exil, durch das Hans-Jürgen von Bose auf Jahre hin zur Randexistenz verdammt war. Die Kontakte schliefen ein, die Kompositionsaufträge versickerten. Gut, da war die Pension der Münchner Musikhochschule für ihren Ex-Professor. Aber kann das einen Hochkreativen befriedigen? Hans-Jürgen von Bose...
