Rund um «Lohengrin»

Im neuen «wagnerspectrum» gibt es wenig, was man überblättern möchte

Opernwelt - Logo

Die Zeitschrift «wagnerspectrum», 2005 von dem Hamburger Politologen Udo Bermbach gegründet und von ihm auch redaktionell betreut, hat in ihrem zehnten Jahrgang den Herausgeberkreis verjüngt und vor allem einen neuen Redakteur: Arne Stollberg (Universität Basel) legt mit Ausgabe 1/2014 sein erstes Heft vor. «Heft» ist die offizielle Bezeichnung des zweimal jährlich erscheinenden «wagnerspectrum», es handelte sich aber von Anfang an um ausgewachsene Bücher. Die jüngste Ausgabe hat 358 Seiten.

Ihre monografische Ausrichtung geht über die mit dem «wagnerspectrum» seit jeher verbundenen Themenblöcke hinaus. Solche Dinge kann man nicht immer planen, sie ergeben sich. Trotzdem: Der Leser hat ein 200 Seiten umfassendes, inhaltlich durchweg gewichtiges Buch über «Lohengrin» in Händen, das auf weiteren 150 Seiten durch drei weitere Aufsätze, zehn Buchbesprechungen sowie elf CD- bzw. DVD-Besprechungen ergänzt wird. Es gibt wenig darin, was man als Wagner-Freund oder -Forscher überblättern könnte. Hier nur einige Hinweise.

Der in sich geschlossene «Lohengrin»-Teil setzt mit umfangreichen stoff- und quellengeschichtlichen Untersuchungen ein. Die Heidelberger Altphilologin Elke Ukena-Best ...

Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo

Sie sind bereits Abonnent von Opernwelt? Loggen Sie sich hier ein
  • Alle Opernwelt-Artikel online lesen
  • Zugang zur Opernwelt-App und zum ePaper
  • Lesegenuss auf allen Endgeräten
  • Zugang zum Onlinearchiv von Opernwelt

Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen

Digital-Abo testen

Opernwelt November 2014
Rubrik: Hören, Sehen, Lesen, Seite 38
von Stephan Mösch

Weitere Beiträge
Gemischtes Doppel

«No hay caminos, hay que caminar» («Es gibt keine Wege, also geh») – hat Luigi Nono seine Raumklangkomposition für sieben ­Orchestergruppen betitelt. In Darmstadt hat der neue Intendant Karsten Wiegand das Werk an den Beginn seiner ersten Spielzeit gesetzt, als Prolog zu Claudio Monteverdis Oper «Il ritorno d’Ulisse in patria» – einer Aufführung, die programmatisch...

Was kommt...

Manon in Muscat
Wer hätte das gedacht: Eine zehn Jahre alte «Manon Lescaut» der Deutschen Oper Berlin reist für zwei Abende in den Oman. Mehr als 200 Mitarbeiter werden sich vor Ort um die Wiederbelebung kümmern. Ein klassikbegeisterter Sultan und eine deutsche Intendantin machen’s möglich.

Giacomo Meyerbeer
Steht das Werk des lange Verschmähten vor einer...

Schein des Lebens, das nicht ist

Zwei prominente Urteile über Richard Strauss gibt es, die widersprüchlicher kaum sein könnten. Er sei «ein so fabelhaft unraffinierter Mensch», meinte sein Librettist Hugo von Hofmannsthal 1909 über ihn in einem Brief an Harry Graf Kessler, und habe «eine fürchterliche Tendenz zum Trivialen, Kitschigen in sich». Gut zwei Jahrzehnte später schrieb der nächste...