Von Schuld und Sühne, Tod und Leben

René Pape singt Solo-Arien aus dem französischen, italienischen und slawischen Repertoire, die Staatskapelle Dresden untermalt das Ganze

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Der Titel sticht ins Auge, noch bevor die Ohren angeschaltet sind. «Gods, Kings & Demons» – so prangt, neben kosmisch-solarer Scheibe, das wohlgewählte Wort-Dreigestirn auf dem Booklet der ersten Soloaufnahme des deutschen Bassisten René Pape mit der Staatskapelle Dresden unter der Leitung von Sebastian Weigle. Es sei dies, erfahren wir dann von Pape, eine Anspielung auf eine CD des bedeutenden amerikanischen Bassbaritons George London (1920-1985), die den Titel «Gods and Demons» trug.

Beschaut man das Repertoire, das Pape für dieses Debüt ausgewählt hat, dürfen die Könige durchaus hinzugefügt sein, zumal gerade Philipp II. und Marke zu den schillerndsten Opernfiguren zählen, deren Haupt eine Krone zierte.
Damit sind auch zwei Höhepunkte sogleich genannt: Die scena e cantabile des Filippo «Ella giammai m´amò!» aus dem vierten Akt von Verdis «Don Carlo» (in der fünf­aktigen Fassung von 1886) sowie Markes ausgedehnte Erzählung «Tatest du’s wirklich?» aus «Tristan und Isolde» belegen die stupende Fähigkeit Papes, weit reichende, gleichermaßen elastische wie dramatisch ge­spannte und in den Farben changierende Bögen zu formen. Vor allem der Verdi-Ausschnitt profitiert davon, zumal hier ...

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Opernwelt September/Oktober 2008
Rubrik: CDs, Seite 68
von Jürgen Otten

Vergriffen
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